Torchon

      Der Begriff Torchon kommt aus dem Französischen und ist zu Übersetzen mit "Wischlappen, Handtuch". Damit wird die Torchonspitze mit dickem Garn und schwerem Leinen verbunden, was alles nicht mehr in unsere heutige Zeit zu passen scheint. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Torchonspitze wird heute mit feinem Garn geklöppelt und hat so auch ihre Reize. Nach wie vor ist sie jeoch gut als Gebrauchsspitze für Decken und Läufer verwendbar.

      Die Torchonspitze kennzeichnet sich durch viele geometrische Motive. Am Rand findet man häufig das Fächermotiv im Ganzschlag. Zwischen den geometrischen Motiven liegen sog. Gründe, wie z.B. der Löcherschlag oder ein Rohrstuhlgrund.

      Die Torchonspitze ist gut für Anfänger geeignet. Bereits mit wenigen Kenntnissen kann ein kleines Deckchen gearbeitet werden.

      Nachfolgend zwei Beispiele. Es handelt sich hier um Entwürfe von Inge Theuerkauf, die ich gearbeitet habe.

      Buchtipp:Nur Torchon, Inge Theuerkauf
      Frau Theuerkauf stellt hier einige nicht so gängige Muster vor, hat aber darauf geachtet, dass die Teile auch genutzt werden können.
      Leider ist die Auflage bereits vergriffen, aber vielleicht hat jemeand in eurer Klöppelgruppe ein Exemplar.

      Ciao Marion
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    • Torchon

      Hallo,

      Schau dir mal diesen Ratgeber an. Viele Bilder, Techniken usw.

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      Hallo,
      darf ich hier auch antworten ?
      Für alle, die bisher nur Bänderspitze gearbeitet haben ...

      Torchon (Aussprache etwa wie Torchong, das ong wie in Gong).

      Im Vergleich zur Bänderspitze braucht man viel mehr Paare - dafür gibt es aber (fast) kein Anhäkeln.
      Meist wird ein Punkte-Raster verwendet, traditionell in 45 Grad.
      (Ihr könnt auch ein Karo-Papier schräg legen, Spitze nach oben.)

      Beim Grund kommt beim Klöppeln in jeden Punkt eine Nadel.
      Einfach ist z.B. ein Grund aus nur Halbschlägen:
      Den Nadelpunkt auswählen, den man klöppeln will.
      Dazu die passenden Paare suchen: Die beiden von direkt darüber, von schräg links oben und von schräg rechts oben. - HS, dann Nadel in den Punkt, und HS. - Also immer HS vor und nach der Nadel.

      Ich habe letzte Woche versucht, das jemandem zu erklären, der bisher nur Bänderspitze, also in horizontalen Reihen gemacht hat ...
      Vor jedem neuen Nadelpunkt immer gucken, ob die beiden benötigten Paare auch schon da sind. Oft klappt es, dass man in schräg verlaufenden Reihen arbeiten kann.
      Ansonsten muss man suchen, wo man weiter machen kann.

      Wenn Ihr zum ersten Mal Torchon versucht: Es geht auch auf der Rolle. (Zumindest zum Probieren.)
      Einfacher ist es, wenn man die Paare sortiert ablegt, also in einen Klöppelkamm oder zwischen dicke Nadeln. So geht das Heraussuchen der nächsten klöppelbaren Paare schneller.

      Man muss etwas anders denken/gucken als bei Bänderspitze.
      Über einfacher oder komplizierter möchte ich mich hier nicht streiten ... es ist eben anders...
      Und ob man lieber oft anhäkelt oder lieber mit mehr Paaren arbeitet ...
      Hier noch zwei Fotos für Beispiele von Torchon. Auch hierbei handelt es sich um Entwürfe von Inge Theuerkauf, die von mir geklöppelt wurden.

      Für den 50 cm breiten und 1,75 m langen Tischläufer habe ich aus den fertig gewebten Bändern den Schuss herausgetrennt. Mit den Kettfäden wurde geklöppelt. Für die Spitze zwischen den Bändern wurde das Garn verwendet, aus welchem auch die Bänder gewebt sind. Die erhalten wir von der Weberei auf Spulen.
      Beim Klöppeln wird die Spitze zwischen den Bändern gleich an das Band angehäkelt.

      Auf den Bildern könnt ihr das Ende oder wenn ihr wollt auch den Anfang des Läufers sehen. Dann gibt es noch ein Detailfoto, auf dem ihr hoffentlich einigermaßen sehen könnt, wie mit den Kettfäden gearbeitet wurde.

      Marion
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