Wir ziehen die Fäden!

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Birgit

Birgit

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Archiv-Redaktionsbeitrag 2001
Russischer Hohlsaum,
Erbslochhohlsaum und Hohlnahtstich zählen zu den Stichen der Durchbruchstickerei
und sind leicht zu erlernen.
hand-art35.jpg
Durchbruchstickereien oder auch Hohlsäume genannt gibt es in
vielen unterschiedlichen Variationen.
Hohlsäume dienen eigentlich zur Befestigung von Säumen. Er soll unsere
Handarbeit vor dem ausfransen beschützen.
Aber in den wenigsten Fällen wird der Hohlsaumstich tatsächlich nur für einen
Saum verwendet.
Meistens verwenden wir ihn als Zierstich, um ausgezogene Gewebefäden wieder zu
befestigen. Nachdem wir einige in Entgegengesetzter Richtung verlaufende Fäden
aus dem Gewebe herausgezogen haben, müssen wir die stehen gebliebenen Fäden
wieder befestigen. Sonst würde der Stoff in der ersten Wäsche völlig ausfransen.
Das geschieht in dem wir die losen Fäden zu Bündel zusammenfassen und umwickeln.
Hierbei gibt es eine fast unbegrenzte Möglichkeit der verschiedensten Stiche.

Ich will hier keinen Kursus über Hohlsaum halten, sondern die Vielfältigkeit der
unterschiedlichen Stiche versuchen aufzuzeichnen und vielleicht euer Interesse
an einer ganz alten Stickerei wecken.

Eine Anleitung für eine Saumbefestigung findet ihr...

Vor vielen Jahren habe ich an einem Kursus für Hohlsaum teilgenommen, er wurde
von einem Hersteller für Handarbeiten ausgeführt. Ich war über die fast
unerschöpfliche Möglichkeit des Hohlnahtstiches völlig überrascht. Gab es doch
Namen die auch ich als Handarbeitsgeschäftsfrau noch nie gehört hatte.
Russsicher Hohlsaum oder Erbslochhohlsaum waren für mich genauso fremd wie
Maurischer Hohlsaum und Toggenburger.

Bekannter als die gerade aufgeführten Stiche ist die Befestigung mit einem
Hexenstich der sowohl von vorne als auch von hinten gestickt werden kann. Der
einfache Zick-Zack-Stich von rechts nach links ausgeführt oder der Plattstich
über eine unterschiedliche Anzahl von Gewebefäden gestickt, sieht auch hübsch
aus und erfüllt den Zweck der Befestigung.
Aufführen möchte ich hier auch noch den Kästchenstich und den Waffelstich auch
diese leicht zu erlernen Stiche reichen aus um die übrig gebliebenen Fäden
wieder zu befestigen. Eine sehr schöne Wirkung und viel Abwechslung erreicht man
durch das wechselnde Zusammenfassen mehrerer Fadenbündel mit einem Schlingknoten
hand-art35-2.jpg
Vorzugsweise sollte die
Durchbruchstickerei in einer Kontrastfarbe gestickt werden, um den Effekt zu
erhöhen. Eine zarte Ton in Ton Stickerei hat aber auch seinen Reiz.
Auch bei dieser Stickerei mit Hohlsäumen passen wir das Stickgarn immer dem
Stoff an.
Der Arbeitsstoff muss in Kette und Schuss gleich gewebt sein.

Stoffmuster
könnt ihr euch hier ansehen
hand-art35-3.jpg
Aber auch völlig verschiedene Sticktechniken zählen zu den
Durchbrucharbeiten.
So zum Beispiel
Hardanger, Ajour und auch der russische
Myreschkastich. Anhand
der hier aufgezeigten Möglichkeiten bekommt ihr ja vielleicht Spaß an einer
neuen Technik seit neugierig geworden und meldet euch gleich in eurem
Handarbeitsgeschäft zu einem Kursus an. Sollte die Zeit dafür nicht ausreichen,
bieten viele Firmen Arbeitsblätter an. Die ihr in den Geschäften oder auch
Online erwerben könnt.
hand-art35-4.jpg
Eine weitere Arbeit mit einem fast unbekanntem Hohlsaum ist
die Myreschka-Stickerei - eine Russische Handarbeit. Wer Freude an den bei uns
bekannten Sticktechniken hat, dem sei auch die stabile und schöne russische
Myreschkastickerei ans Herz gelegt.
 
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