Arbeitsanleitung für Gerstenkorn-Stickerei

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Birgit

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Archiv-Redaktionsbeitrag 2001/2002
Heute gibt es im Fachhandel eine Vielzahl an Gerstenkorn-Stoffen und Decken., auch in schönen Farben. Früher wurde diese Arbeit auf den sogenannten Gerstenkorn-Handtüchern gestickt ,altes Handgewebtes Leinen. Mit Durchbrüchen ( gehaekelt ) wurden mehrere Handtücher aneinander zu schönen Tafeldecken.
In vielen landwirtschaftlichen Betrieben wurde durch die Wiederbelebung der bäuerlichen Kultur bis nach 1930 die Handweberei durchgeführt.
Zusaetzlich zum schlichten Leinengewebe wurde für die Küchen- und Tischwäsche das Gerstenkornmuster gearbeitet.
Es zählt zu den Köperbindungen.
Gerstenkornstoffe müssen vor der Verarbeitung gewaschen und gekettelt werden.
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Beim Sticken werden die einzelnen Fadengruppen mit der Nadel aufgehoben, dabei wird der Stoff nicht durchstochen. Wir arbeiten mit einer stumpfen Nadel und Perlgarn 3 oder 5 ,auf den "neuen" Stoffen ist ein sticken mit Twist auch zu empfehlen. Die oben liegenden Fäden nennt man Ögen.
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Im Handel sind heute eine Reihen an schönen Mustern zu bekommen zum auszählen oder auch zum aufbügeln

Gerade im Moment liegt diese Stickart voll im Trend.
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Sehr schöne Motive bekommen Sie, wenn mit freien Formen z.B. dem Bügelmusterstift Motive auf den Stoff gezeichnet werden ,diese im Gerstenkornstich ausgefüllt werden ,zum Schluss das Motiv mit Stielstich oder Makrameestich umrandet wird. Dabei ist es auch möglich mit verschieden Farben zu arbeiten. Gerstenkorn Stickereien leben von Farbabstufungen.
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Fotos aus dem Heft von Heike Harms
 
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