Wie bekommt man(n) Trachtenhosenträger

Diskutiere Wie bekommt man(n) Trachtenhosenträger im Handarbeiten allgemeines Forum im Bereich Redaktion; Kennt Ihr das? Ich hätte so gerne …. Es ist aber sehr teuer. Selber machen? Gar nicht so einfach, wenn man so etwas noch nie gemacht hat. Wer...
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Falkenstadl

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Kennt Ihr das?
Ich hätte so gerne …. Es ist aber sehr teuer.
Selber machen? Gar nicht so einfach, wenn man so etwas noch nie gemacht hat.
Wer kann mir denn da weiterhelfen?
In früheren Jahren musste man auf Menschen im Umfeld zugehen und fragen bzw. wissen wer Ahnung hat. Im Zeitalter des i-net geht so etwas zwar leichter, führt aber nicht immer zum direkten Erfolg. Wie bei meinem Wunsch nach ein paar gobelingestickten Hosenträgern.
Die erste Frage die sich stellt: Was kostet der Spaß denn von der Stange? Waaas? Fast 500,- Euronen!
Im Nachhinein eigentlich ein Schnäppchen für die viele Arbeit, aber der Reihe nach. Der Entschluß steht fest „Will Haben!“, aber keine Kohle!
Also wer kann mir so etwas sticken? Das nähere Personenumfeld war eine „Nullnummer“. Selbst wenn ich jemand gefunden hätte, wäre die Bereitschaft nur seeehr bedingt vorhanden gewesen. Also selbst ist der Mann. Das ist leicht gesagt. Können vor Lachen.
Also wieder das i-net durchstöbert und eine Anleitung gefunden. Vorlagen gefunden (nichts hat gefallen). Die Information, dass ein Säckler das „Aufledern“ übernimmt, führte mich zum SmV (Säckler meines Vertrauens). Von ihm bekam ich bereitwillig Auskunft und eine paar gute Tipps.
Deckungsgleich mit meinen Recherchen auch den Hinweis auf ein Ladengeschäft für Stramin, Sticktwist und Vorlagen.
Da ich mir eine eigene Vorlage zimmern wollte, war wieder guter Rat gefragt. Kariertes Papier in Hülle und Fülle voll gemalt und radiert bis es nach verbranntem Gummi roch. So wird das nix! Also der Computer soll’s richten. Sticksoftwaresuche negativ – also excel könnte funktionieren. Das war schon einmal ein Anfang. Mit diesem „Werkzeug“ kam ich zu meinem ersten Entwurf und im Laufe von einigen Tagen zu einem brauchbaren Zählmuster. Ach ja zählen. Wieviel Garn benötige ich für wieviele Stiche? Das Programm könnte ja auch einmal für mich die einzelnen Farbstiche zählen. Oh je, wie viele Stiche sind das dann komplett? 50.000 ?? Wer soll denn die alle machen. Ich etwa?
Von berufswegen beschäftige ich mich mit Arbeitsvorbereitung und den damit verbundenen Berechnungen von Arbeitszeiten für komplexe bzw. Einzelarbeitsschritten. Nach kürzester Zeit kam ich per Überschlagsrechnung auf eine Fertigstellungszeit von mehreren Monaten, bei Zugrundelegung von 1h Stickzeit pro Tag. Das war ernüchternd. Aber der Will-Haben–Faktor war immer noch größer als die Abschreckung vor monatelanger Arbeit.
Also den Weg zum Ladengeschäft für Stickbedarf genommen und mein Anliegen vorgebracht. Mir sehr viel Geduld und ein paar sehr brauchbaren Hinweisen mein Stickmaterial vom Herrn hinter der Theke erhalten. Zu beachten sei, dass auf der Trägervorderseite die Blumen aufrecht stehen und auf der Schulter ein maßgerechter Wendepunkt eingehalten werden muß, ab dem die Blumen gedreht gestickt werden. Des Weiteren sei es wichtig, dass die Blumenbilder auf dem linken zum rechten Träger gespiegelt sein müssen.
Zu Hause festgestellt: Alter Mann was nun? Die Arme waren selbst mit Gleitsichtbrille zu kurz. Nach dem x-ten Mal zurücksticken und auftrennen wegen Verzählens. So geht’s nicht weiter. Diesmal war nicht der gute Rat, sondern die beleuchtete Leselupe teuer. Aber was soll’s, die bleibt einem für andere Arbeiten ja erhalten. Jetzt machte die Stickerei Spaß, denn es ergab ein schönes Bild. Nach dem ersten Blumenmotiv habe ich die Rückseite angesehen und war schockiert. So hat das bei den Mustern nicht ausgesehen, die mir im Stickladen und beim Säckler gezeigt wurden. Was habe ich denn da verkehrt gemacht? Die Anleitung nochmals recherchiert und die vielen guten Ratschläge Revue passieren lassen. Dann kam mir die Erkenntnis, warum guter Rat teuer ist. Wenn man ihn nicht beachtet, wird’s teuer. In meinem Fall – auftrennen. Denn nach Auskunft meines Säcklers (das Grinsen war schon fast unverschämt), wäre das nicht die Qualität die brauchbar wäre.
Wieder zu Hause habe ich das häufigere Vernähen und nicht so weite Stichsprünge beherzigt. Jetzt ging es zwar etwas langsamer voran, aber dafür sah es auch auf der Rückseite deutlich besser aus. Um eine Übersicht über meinen Arbeitsaufwand zu besitzen, habe ich meine Stickzeiten notiert, was mir meine Zeitplanung wesentlich erleichterte. Was ich allerdings nicht zu ahnen gewagt hätte, was für einen Rausch sich nach dieser Arbeit bilden kann, dass es fast schon Suchtcharakter annahm. Dies gipfelte im Weihnachtsurlaub darin, dass es Tage gab, an denen ich 6 Stunden gestickt habe. So kam ich früher zum Ziel, als es jede Planung erlaubt hätte.
Nach 75 Tagen bzw. 170 Stunden sticken war es soweit. Der Gang zum Säckler stand an. Voller Stolz legte ich mein Werk auf die Werkbank des SmV. Nach reichlich Lob für die Einhaltung des Qualitätsniveaus, wurde mir ein Fertigstellungstermin Mitte Februar 2013 zugesagt. Nach dem Durchhaltevermögen wird nun meine Geduld auf die Probe gestellt, denn ich freue mich schon wie Bolle (auch wenn ich nicht weiß wer das ist).
Sollten nun bei Euch Detaillefragen aufkommen, nur her damit! Die Zählvorlage findet Ihr HIER .
 

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Laurin

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WAHNSINN!!! Ich bin fassungslos..... SUPER !!!!
 
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Jaylyn

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Hallo Jürgen,

erst einmal danke fürs teilhaben lassen.
Das ein oder andere Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, lag aber an Deiner Weise die Dinge zu schildern.
Respekt vor Deinem Durchhaltevermögen und der grandiosen Arbeit.
Ich selbst habe das Sticken auch erst im letzten Jahr für mich entdeckt und kenne die bescheidenen Anfänge.
Ich hoffe wir dürfen noch mehr Kunstwerke von Dir sehen :)
 
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Falkenstadl

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Danke für den Zuspruch! Ich habe die Zeilenumbrüche etwas korrigiert, da das kopieren zu einem ziemlichen Verhau geführt hat. Bitte entschuldigt das anfängliche Durcheinander.
PS: Die Anregung zum Schmunzeln,war beim Schreiben schon beabsichtigt. Nichts missfällt mehr als ein langweiliger Text, oder?
 
karin

karin

Woll-Hexe mit Turbonadel
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Hallo Jürgen,

wunder, wunderschön! Die Hosenträger sind eine Arbeit für die Ewigkeit. :applause: :applause:

Und dein wunderbarer Bericht.....ist allererste Sahne....da bekommt man Lust auf mehr.
 
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Jaylyn

die mit der Nadel tanzt
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Da gebe ich Dir voll und ganz Recht
 
Christa

Christa

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Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an.

Eine wirklich wunderschöne und akkurate Arbeit :welle: und Dein Bericht dazu, so herzerfrischend geschrieben :applause: :applause: :applause: . Wie Karin schrieb, man bekommt Lust auf mehr.
 
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GudrunP

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karin schrieb:
Hallo Jürgen,

wunder, wunderschön! Die Hosenträger sind eine Arbeit für die Ewigkeit. :applause: :applause:

Und dein wunderbarer Bericht.....ist allererste Sahne....da bekommt man Lust auf mehr.
dem kann ich mich nur anschliessen .
 
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bobbl66

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Also, erstmal - so kenn ich meine Trachtler auch, grins, bin nämlich Vereinsmusikantin - und die sind alle mehr als "griabig" und sowas von Lustig! Ich habe lauthals gelacht bei deinem Bericht - mein Sohnemann wollte die ganze Zeit wissen, was ich denn da lese.

Und, mein lieber Schieber, sooooo ein megaschwieriges Projekt gleich zum Anfang, noch selber entworfen? Und nicht aufgegeben, sondern Spaß dran gefunden - herrlich, außergewöhnlich und schier unglaublich! Und die fertigen Träger, boooooh, da legst di nied'r und schtehst nimmer auf, standing ovations und nicht-enden-wollender Applaus ist dir gewiß! Bin total neidisch auf die tollen Hosenträger - grins, und ich kenne noch ne ganze Menge Mannsbilder, die das auch wären :p046:
 
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strickdoris

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do legst di nieder!!!
Ich hab ebenfalls mit Vergnügend deinen Entstehungsbericht gelesen.

Jürgen, ich bewundere deine Ausdauer und deinen Fleiß. Einfach wunderschön. Dass so eine Handarbeit Suchtcharakter entwickelt, ist mir nicht neu.

Ich selber hab mal eine Zeitlang leidenschaftlich Kreuzlstich gestickt, aber mittlerweile hat mich der Strickvirus voll im Griff.
 
beate (reena)

beate (reena)

die strickend mit dem Besen tanzt
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Jürgen - vielen lieben Dank für deinen Bericht, ich durfte ihn ja schon vorher lesen und auch beim zweiten Lesen huscht bei jedem Satz ein Lächeln ins Gesicht - ich hoffe wir bekommen noch ganz viel von dir zu sehen :tagebuch4: oups da hätte ich doch fast was vergessen: deine Stickarbeit ist allererste Sahne! :welle:
 
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Kissy

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... Einhaltung des Qualitätsniveaus... :quer:
Was für ein witziger Bericht und was für ein Wille dahinter stecken musste, um trotz all der Widrigkeiten die Sache durchzuziehen!
Und dann noch die selben Motive so oft zu sticken, was allgemein eher langweilig ist - tolle Leistung!!!

Ja, Handarbeiten brauchen ihre Zeit und sind nur was für Geduldige. Aber wie du gemerkt hast greift auch irgendwann der Suchtfaktor und treibt einen an.
Damit es beim nächsten Mal zumindest für den Entwurf etwas komfortabler geht, vielleicht der Rat zu dieser kostenlosen Software.
http://www.iktsoft.net/kgchart-en/kgchart/

Bin schon gespannt wie die fertigen Hosenträger dann getragen aussehen!
 
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Falkenstadl

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Kissy schrieb:
...Damit es beim nächsten Mal zumindest für den Entwurf etwas komfortabler geht, vielleicht der Rat zu dieser kostenlosen Software.
http://www.iktsoft.net/kgchart-en/kgchart/
Danke für den Hinweis. Leider habe ich keinen free downloadbutton zum Stickprogramm gefunden. Nur welche für andere Programme.
Kissy schrieb:
...Bin schon gespannt wie die fertigen Hosenträger dann getragen aussehen!
Es wird natürlich ein Bild vom Träger mit Hosenträger geben (kleines Wortspiel) :-39:
 
S

sachwalterin

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hosntraga

Mei i woas jetzt net obs aus Bayern kimmst aber i bin a Fan davon und find das war was für die bärige Sach. Woasst scho da gibts so a Sendung im BR. Respekt Respekt.

Grüße aus OÖ
 
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Falkenstadl

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Griaß Di Sachwalterin,
I bi im Allgäu drhoim. I luag un los allweil BR, aber welle Sendung moinscht denn?
Pfia Di

Untertitel für Forenmitglieder aus Südschweden (also nördlich der Mainlinie):
Grüß Dich Gott Sachwalterin,
Ich bin im Allgäu zu Hause. Ich schaue und höre die Sendungen des Bayrischen Rundfunks, aber Deine erwähnte Sendung ist mir unbekannt.
Behüte Dich Gott
 
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Heidemarie

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Hiermit isses wieder mal bewiesen.

Es gibt nichts dass man nicht lernen kann, man(n)/frau muss nur wollen wollen.

Hab deinen Bericht ebenfalls schmunzelnd verfolgt. Hat mir echt gut gefallen. Was mir aber besonders gefallen hat !!!!!!! ist - dass du jetzt auch weisst, warum die Dinger € 500,- Euronen kosten - zumindest wenn es echte Handarbeit ist.

Deine Arbeit gefällt mir ebenfalls sehr gut. Wir warten natürlich auf das Tragbild der Hosenträger samt Hosenträgerträger.

Eines noch - "Säckler" ist für mich nicht grad ein gängiger Begriff. Ich glaub, ich weiss WER das ist, aber vielleicht gibts ja auch einen Namen für diesen Meister, mit dem ein Südsteirer was anfangen kann.

Und jetzt warte ich gespannt auf deinen Bericht über die ersten selbstgestrickten Trachtenstrümpfe. :p046:
Zu denen könntest aber Hilfestellungen aus dem Forum kriegen. ggg.
 
K

Klaudia 2

Meister
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Meine Hochachtung für deine Ausdauer, und das Ergebnis kann sich sehen lassen :welle:
Freu mich schon auf die Bilder deiner fertigen Hosenträger,
l.G. Klaudia
 
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Falkenstadl

Schüler
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Heidemarie schrieb:
Eines noch - "Säckler" ist für mich nicht grad ein gängiger Begriff. Ich glaub, ich weiss WER das ist, aber vielleicht gibts ja auch einen Namen für diesen Meister, mit dem ein Südsteirer was anfangen kann.
Liebe Heidemarie,
hierzu ein Auszug aus Wikipedia:
Die Spezialisierung bei der Herstellung von Lederwaren ging im Mittelalter bei den Zünften so weit, dass man je nach der Feinheit des Leders, aus dem Beutel hergestellt wurden, zwischen dem Beutler (feines Leder) und dem Säckler (grobes Leder) unterschied, so wie zwischen Feintäschner und Täschner.
Der „Säckler“ wird in der Zeit des 8. Jahrhunderts erstmals erwähnt und fertigte damals aus tierischen Häuten Säcke für die Bergwerksleute, in welchen das Erz zu Tal gebracht wurde. Diese wurden aber in späterer Folge durch Säcke aus Leinen ersetzt. Ab dem 12. Jahrhundert befasste sich der „Säckler“ mit der Erzeugung von „ledernen Beinkleid“ und wurde in dieser Tätigkeit immer kunstvoller. Davon zeugen die herrlichen Stickereien. Im 16. Jahrhundert begann man mit der Erzeugung der Oberbekleidung und dem passenden Zubehör wie Taschen oder Handschuhe. Daraus entstanden die Namen „Beutler“ und „Wämsler“. Im 17. Jahrhundert taucht der „Säckler“ als Hersteller von stabilen Mehlsäcken auf, für die man vorwiegend gegerbtes Leder verwendete. Mit dem Aufkommen des Leinens wurde dann der „Säckler“ zum Bekleidungsschneider bzw. Lederbekleidungserzeuger. Der alte Begriff „Säckler“ wird aber von den renommierten Betrieben in Österreich und Bayern aufrechterhalten.


Heidemarie schrieb:
Und jetzt warte ich gespannt auf deinen Bericht über die ersten selbstgestrickten Trachtenstrümpfe.
Das Stricken fällt in die bewährten Hände meiner GöGa (Göttergattin). Meinereiner wird als nächstes Neuprojekt zum ersten Mal Nassfilzen probieren. Es sollen ein paar Hausschuhe (Filzlaschen) werden. Das Material ist im Zulauf. Ich werde zu gegebenem Zeitpunkt mit entsprechendem Bericht hier vorstellig. Bisher bin ich noch mit der Technikrecherche beschäftigt. Das erste Fachbuch liegt schon vor und youtube habe ich auch schon rauf und runter gesichtet. Man(n) will ja möglichst wenig Fehler machen.
:suche:
 
mic301

mic301

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Vielen Dank für deinen echt toll geschriebenen Artikel!
Das gibt jedem mal einen Einblick was für eine Arbeit dahinter steckt, und warum die Teile so teuer sind.
Deine Arbeit sieht übrigens hervorragend aus!!
 
N

Nadja

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Jürgen, ich bin beeindruckt und sitze lächelnd vor meinem Computer. Auch dafür herzlichen Dank .... ! :smilie_girl_036_1:

Jetzt bin ich noch sehr gespannt auf die fertigen Hosenträger ... und die Puschen ... und ...

Beste Grüße aus Südschweden

Nadja
 
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