Tipps zum Sticken mit der NÄH - Maschine

Diskutiere Tipps zum Sticken mit der NÄH - Maschine im Nähschule Forum im Bereich Nähen/Maschinesticken/Patchwork/Crazy; Wir hatten im Club eine schöne Anregungssammlung ich hol die mal hierher aber ihr könnt sie dann vervollständigen oder eure vorschläge dazu setzen...
Chris

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Wir hatten im Club eine schöne Anregungssammlung ich hol die mal hierher aber ihr könnt sie dann vervollständigen oder eure vorschläge dazu setzen
denn heute gibt es ja schon wieder andere Möglichkeiten

Zuerst würde ich in einem Rahmen sticken, dann auf die erforderlichen Vliese nicht verzichten, Muster mit selbstlöschenden oder wasserrlöslichen Stiften vorzeichnen und dann evtl einen Stickfuss nutzen oder ohne Fuss sticken.....
Es gibt Freihandrahmen zum freihändigen Sticken
Der Stoff braucht nicht gespannt zu werden. Die Reibungsfläche unter dem Freihand-Rahmen fixiert den Stoff.

Mit den Griffen lässt sich der Stoff in beliebiger Richtung führen.

Oder du nimmst den mit Stickvlies unterlegten Stoff gut gespannt unter den Stick- oder Stopffuss deiner Nähmaschine

Mit Vliesen arbeitet man damit sich die Stickarbeiten net verziehen oder zusammen ziehen

Den Transporteur versenken und den Nähfußdruck auf Stopfen einstellen. Geradstich wählen.

Die Griffe am Rahmen halten und den Stoff in ruhigem Tempo bewegen, damit die Stiche schön gleichmäßig werden.
Allerdings ruhig etwas Gas geben, nicht zu langsam nähen. Wie du den Stoff führst ist auch Geschmacksache probiers aus rund oder gerade.. Wie dus besser handhaben kannst

Die Stichlänge spielt keine Rolle die bestimmst du durch die Führung ja selber

Man sollte immer einen Probelappen sticken, vor allem bei dehnbaren Stoffen.

Foto: Antalya
 

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Chris

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STICKTIPPS

Zum Sticken mit der Näh- oder der Stickmaschine Maschinenstickgarn verwenden
z.B. Rayon 40
Stickmuster, die mit Maschinenstickgarn gearbeitet werden, sind plastischer, dichter
und farbintensiver.
Stickmuster sind in der Regel für das Absticken mit Maschinenstickfaden No 40
digitalisiert und sollten deshalb auch mit Rayon 40 gestickt werden.
Rayonfaden glänzt stärker als Polyesterfaden
Maschinenstickfäden gibt es außerdem als Metallicfaden, Holoshimmer, Sliver, Invisible, Cotton und Wollgarn: hier ist aber Vorsicht geboten, da das Wollstickgarn stark fusselt und die Maschine stark verschmutzt.

Bobbin als Unterfaden verwenden
Gibt es vorgespult oder zum selbst aufspulen

Maschinensticknadeln, Metallicsticknadeln oder Topstichnadeln verwenden.
Stretchnadeln für alle dehnbaren Stoffe
Nadeln häufiger ersetzen auch wenn sie noch völlig intakt erscheinen.
(Indikator: häufiges Fadenreißen)

Langsam sticken bei Dekorgarnen wie Metallic, Holoshimmer, Sliver
Diese Fäden senkrecht auf den Garnrollenstift setzen und die Fadenspannung lockern.
Bei Sliver kann je nach Maschinentyp die Spannung bis zu 0 gehen.
Es empfiehlt sich immer eine Probestickung!

Vor Stickbeginn alle Maschinenseinstellungen notieren, so kann nach einer unvorhergesehenen Stickunterbrechung (Stromausfall) wieder im Muster weitergearbeitet werden.

Stickvliese, die auf den Trägerstoff abgestimmt sein müssen, verwenden,
keinen Ersatz wie z.B. Gefrierpapier oder Kaffeefilter verwenden, da diese oft andere Materialien wie etwa Zellstoff enthalten, die die Stick-Nähmaschine beschädigen könnten.

Freie Muster aus dem Internet immer erst probesticken

Kleine Lücken in einer Stickerei können mit einem farblich passenden Farb- oder Filzstift ausgeglichen werden

Heftrahmen um das Stickmotiv sticken

Stickbuch anlegen
( Besonderheiten eines Stickmotives, Garn, Maschineneinstellung, Nadel, Trägerstoff, evtl. Foto werden hier notiert)

@BFB-Concepts
 
Chris

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"Kleine Lücken in einer Stickerei können mit einem farblich passenden Filzstift ausgeglichen werden"
 
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Freies Maschinensticken Neu Teil1



Freies Maschinensticken

Freies Maschinensticken kann mit jeder Zick-Zack-Nähmaschine ausgeführt werden.

Beim freien Maschinensticken ist man unabhängig vom Transport der Nähmaschine.
Der Transporteur der Nähmaschine wird versenkt und der Sticker selbst bewegt den zu bestickenden Stoff.

Freies Sticken kann sowohl mit dem Geradstich/Steppstich als auch mit dem Zick-Zack-Stich/
Satinstich ausgeführt werden.

Die Bewegung des Stoffes bestimmt das Stickbild.
Der Sticker selbst kontrolliert die Dichte der Stichreihen und Stichflächen, indem er das Stickgut entsprechend schnell oder langsam bei entsprechender Nähgeschwindigkeit unter der Nadel bewegt.
Schnelles Bewegen der Stickerei ergibt offene Stickflächen oder Satinreihen während langsames Führen des Stickgutes geschlossene, dichte Flächen oder Reihen ergibt immer bei gleichbleibender Nähgeschwindigkeit.

Und so geht’s:

Vorbereiten der Nähmaschine für Freies Sticken
( free motion sewing )

1. Transporteur versenken
bei älteren oder sehr einfachen Maschinen Transporteur abdecken
s. Handbuch der Nähmaschine

2. Nähmaschinenfuß und Fußhalter entfernen.

naehfusshalter.JPG naehfusshalter2.JPG

3. Neue Nähmaschinensticknadel No 90/14 oder Top Stich Nadel einsetzen
4. Maschinennähgeschwindigkeit reduzieren, falls möglich
5. Nadelposition unten wählen, falls Vorrichtung vorhanden
6. Oberfadenspannung lockern, so dass kein Unterfaden nach oben gezogen wird
(es kann vorkommen, dass die Oberfadenspannung bis auf 0 zurückgestellt
werden muss und dennoch der Unterfaden auf der Stoffoberseite sichtbar bleibt,
in diesem Fall muss an der Spulenkapsel die Spannung etwas gelockert werden
(s.Nähmaschinenhandbuch)

Falls tatsächlich die Spulenkapsel verstellt werden muss und man öfters freies
Maschinensticken anwenden möchte empfiehlt es sich, eine weitere
Spulenkapsel zu kaufen, um nicht immer die Spannung neu einstellen zu müssen).

Korrekte Fadenspannung:

stickvorderseite.JPG stickrueckseite.JPG

Wie ich eingangs schon erwähnte, kann freies Sticken mit 2 verschiedenen Stichtypen ausgeführt werden,
den Gerad- oder Steppstich und den Zick-Zack- oder Satinstich.

Steppstich ist ideal bei Nadelmalerei, Kantenapplikation, Quilten und für Schriften.
Satinstich zum Füllen von Flächen.

Beim Satinstich gibt es 2 Grundtechniken
1. seitlicher Stich
2. senkrechter Stich

seitlicher Stich:
Hierbei wird das Stickgut von rechts nach links und wieder von links nach rechts geführt,
bei gleichbleibender Maschinengeschwindigkeit. Durch den Nadelausschlag entsteht eine dünne Linie.
senkrechter Stich:
Hierbei wird das Stickgut von oben nach unten oder unten nach oben geführt bei gleichbleibender Maschinengeschwindigkeit. Durch den Nadelausschlag entsteht eine weite, dichte Stichlinie.

Es gibt also nur 2 Bewegungsrichtungen des Stickgutes:
Rechts-links, links-rechts und unten-oben, oben-unten
 
Chris

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Freies Maschinen Teil 2


Übungen zum freien Maschinensticken

Um gute Resultate zu erzielen, sollten nur gute Stickmaterialien zum Einsatz kommen.
Markenmaschinensticknadeln wie z.B. von Schmetz oder Organ,
Stickvliese und Rayon Maschinenstickfäden, Bobbins als Unterfaden.

Maschine zum freien Sticken vorbereiten
Transporteur versenken, Maschinenfuß und Fußhalter entfernen, Maschinensticknadel No 90 einsetzen, Oberfadenspannung reduzieren, Maschinenstickgarn No 40 als Obergarn einfädeln, Bobbin als Unterfaden oder auch Maschinenstickgarn.
Zick-Zack-Stich auf 5-6 einstellen.
Bei dieser Methode hat man eine gute Sicht auf das Stickmuster.
Es kann aber auch mit dem Stick- und Stopffuß gearbeitet werden bei gleich bleibender Technik.
Nadel tief Stellung, langsam nähen und Vernähfunktion, falls vorhanden, anwählen.
Stoff zusammen mit Stickvlies Tear easy in einen Handstickrahmen spannen
(gibt es aus Holz oder Plastik im Fachhandel)
Rahmen unter die Nadel schieben, Nähfußheber senken!

Beim freien Maschinensticken ist es ratsam immer vor Beginn des Stickens den Nähfußheber zu senken, um die Fadenspannung vor dem Sticken zu aktivieren.
Vor Stickbeginn Unterfaden nach oben holen. (Dazu Oberfaden festhalten und mittels Handrad
ein Stich nähen und dabei den Unterfaden hoch ziehen),

unterfaden.JPG

dann 3-4 Stiche auf der Stelle nähen (vernähen) dabei beide Fadenenden festhalten.
Dann Fadenenden knapp abschneiden

vernaehen.jpg

Auf den Fotos sieht man Ultra Stable Stickvlies als Trägermaterial

1. Sticken von Seitstichlinien
evtl. Hilfslinien mit Stoffmarker vorzeichnen

Bevor nun der Rahmen bewegt wird, die Maschine erst anlaufen lassen, dann mit zunehmender Nähgeschwindigkeit den Rahmen von A nach B über C zu D usw. bewegen.
Je langsamer der Rahmen bewegt wird, desto dichter wird die Stichlinie, je schneller desto weniger dicht.
grafik1JPG.JPG seitstichlinie.JPG

2. Sticken von Satinstichlinien

grafik2.JPG satinstichlinie.JPG

3. Kombination von Seitstichlinien und Satinlinien
Linien auf Stoff vorzeichnen, während des Stickens Arbeit nicht drehen.

grafik3.JPG quadrat.JPG

4. Ausfüllen einer Fläche mit Seitstichlinien

dach.JPG

Dach zuerst mit hellrot ausgestickt, danach mit dunklem rot weniger dicht
darüber gestickt, um eine Farbschattierung zu bekommen.

Seitstich-Füll-Technik

haus.JPG

Helles grün als Seitstichlinie gestickt, dunkles grün als Satinstichlinie
Fenster, Türe, Zaun und Blütenstengel = Satinstichlinien in verschiedener Breite und Dichte.
 
Chris

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Freies Maschinensticken Teil 3

5. Kreis:
Methode 1 Seitstichlinie mit Seitstich-Füll-Technik

Diese Methode wird angewandt, wenn runde oder ovale Formen ausgestickt werden

Stickbeginn obere Mitte

grafik5.JPGkreis1.JPG

kreis2.JPG

Aussticken des Kreises mit Seitstich-Füll-Technik

kreis3.JPG kreis4.JPG

Rückseite

kreis5.JPG

6. Kreis:
Methode 2
Bei dieser Methode des Kreisstickens wird der Rahmen gedreht,
Die Satinstiche folgen so dem Kreisverlauf, die Kreislinie bleibt gleichmäßig breit.
Die Satinstichlinie muss immer parallel zur gezeichneten Linie gestickt werden

grafik6.JPG

Die obere Hälfte des Kreises wurde mit enger Satinstichlinie gestickt ( langsames Bewegen des Stickrahmens)
Die untere Hälfte mit einer weiteren Satinstichlinie (schnelleres Bewegen des Stickrahmens)


kreis6.JPG

Hier wurden die Satinstichkreise ineinander gestickt Es wurde Rayon 40 Multicolorgarn für die inneren Kreise verwendet.

kreis7.JPG



Autor: BF Binder
alias Plücki
 
Thema:

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