Combined Stricken/russisch stricken

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Viola84

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Hallo ihr lieben Stricker und Strickerinnen,

Ich habe über die Suchfunktion keinen passenden Thread gefunden. Daher möchte ich nun diesen Thread eröffnen und hoffe auf Austausch.

ich bin nie warm geworden mit klassischen linken Maschen und sehe es ehrlich gesagt nicht ein, mir dieses Gewickel um die Nadel angewöhnen zu müssen. :O Ich bin auch einfach schneller mit dieser Methode des russischen Strickens/combined Strickens. Anders hätte ich wohl auch nicht den Sprung vom Häkeln zum Stricken gefunden. Ich möchte also bitte nicht bekehrt werden. Vielmehr suche ich nach Informationen, wie man umdenken muss. Bei einem Tuch hatte ich z.B. gar keine Probleme, "meine" Methode auf eine normale Anleitung zu übertragen. Bei den Socken klappt es auch prima (auch in Runden kann man gut andere linke Maschen stricken). Nun sitze ich aber an einer in Reihen gestrickten Mütze und habe Probleme, die rechtsgeneigte Abnahme auf "meine" Methode zu übertragen. Literatur habe ich noch nicht gefunden, bzw. bin ich noch skeptisch, mir dieses Buch zu kaufen. Würde es mir die gewünschten Informationen geben? Oder gibt es vielleicht in einem Standard-Strickwerk ein extra Kapitel zu diesem Thema?

Viele Grüße
Viola
 
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Käptn Hook

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Hallo,

Also, ich stricke schon immer so, wusste gar nicht, dass das so einen schicken Namen hat. Bei Abnahmen probiere ich immer aus, welche Masche "oben" liegen muss, damit es gut aussieht, merkt man z. B. bei Socken. Außerdem liegen die Maschen in Runden dann wieder anders, aber trotzdem bin ich so am schnellsten, das ich so stricke, ist bei mir glaube ich auf reine Faulheit zurückzuführen. Abnehmen finde ich einfach, weil man ja gleich sieht, ob die Maschen richtig liegen hinterher, genauso ist es bei Zunahmen, aber woran ich mal gescheitert bin waren Lochmuster, die sahen in dieser Methode irgendwie ... nicht so schön aus.

Ein Buch würd ich mir dazu nicht kaufen, und was ich auf die schnelle bei Google gefunden hab war auch eher verwirrend, von daher bleibt nur der Test ob die (in dem Fall echte) verschränkte Masche oder die normale Masche gerade die passende ist.

Soll ja auch Leute geben, die das alles kombinieren können und dann durch die Kombination der verschieden auf der Nadel liegenden Maschen das perfekte Bündchen hinkriegen...

Das würde ich nie schaffen, weil bei mir das Stricken schon so automatisiert ist, dass ein anderes Einstechen in die Masche echt Konzentration erfordert...
 
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Viola84

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Nach viel Probiererei und dem Anstarren von klassischen Ajour-Mustern hat es klick bei mir gemacht. Normale Abnahmen bei der combined Methode ergeben eine Linksneigung. Möchte ich eine Rechtsneigung, muss ich die zwei durch die combined Methode "verdrehten" Maschen wieder so drehen, dass sie wie bei der klassischen Methode liegen und diese dann klassisch rechts zusammenstricken. Und schwupp heben sich nun beide Neigungen plastisch hervor, ohne dass es optisch störende Querfäden von der unteren der beiden Maschen gibt. Nun muss ich mal weiter tüfteln, wie es klappen kann, dass man die 2 Maschen nicht mühsam abheben, umdrehen und zurückheben muss.

Lochmuster klappten bei mir übrigens im Tuch ganz hervorragend. Das wundert mich nun etwas, dass du solche Probleme damit hattest. Da musste ich eigentlich auch gar nicht großartig umdenken. Waren die Umschläge womöglich falsch herum? Bei meinem jetzigen Mützenprojekt erhalte ich auch die gleichen Lochmuster wie auf dem Photo.
 
brigitteh

brigitteh

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ich hab in der Knitter 13/2013 einen Artikel darüber gelesen und seit dem stricke ich linke Maschen so. Literatur gibt es wenig. Videos auf Englisch. Bei Craftsy ein Video. Habs nicht gekauft, da ich gut klar komme. Linke Abnahmen gehen einfach, rechts musst du so umdrehen, das die Öffnung der Maschen nach links schaut. Dann stichst du von links ein und die Abnahme ist nach rechts geneigt.

Man sieht es nicht- auch nicht bei Lace, Lochmuster oder Ajour. Ich stricke nie mehr anders. Ergibt ein schönes Strickbild. Soll handschonend sein und geht schneller. Hab bisher nie mit jemanden darüber gesprochen.
 
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Viola84

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Sonja, den Link kenne ich schon. :tagebuch4: Leider gibt es nur einen groben Überblick und geht nicht auf Sonderfälle fernab von glatt rechts ein.

Brigitte, ich finde auch, dass man keinen Unterschied sieht - höchstens einen Positiven bezüglich des Maschenbildes. Ich bin leider noch nicht so versiert, dass mir das Umdenken leicht fällt. Gestern saß ich ja lange über meinem Problem. Vielleicht fehlt mir einfach auch (noch?) die räumliche Vorstellung, was mit der Masche passiert, wenn sie übergezogen, verschränkt, zusammen mit einer anderen abgestrickt wird. Aber ich stricke ja nun auch erst seit Juli oder August. Aber warum gibt es denn (fast) keine Literatur zu diesem Thema? Umsetzbar scheint alles zu sein. Man muss nur umdenken. Und schneller strickt es sich so ja auch.
 
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Viola84

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Hach, dieses Video hat gleich mal ein Sternchen bekommen. Das hätte ich gestern schon gebrauchen können. :p046: :danke:

Schön ist der letzte Satz des Videos: "Ich hoffe, damit sind dann alle Klarheiten beseitigt." :strick:

Allgemein wird bei den combined knitting Videos meist nur die Grundtechnik gezeigt, aber keine Zunahmen/Abnahmen.
 
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Käptn Hook

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Ja, ich denke, ich habe die Umschläge falsch gemacht. Ehrlich gesagt, habe ich das ganze ziemlich schnell als "Oh Mann, wie nervig" Projekt in die Ecke gepfeffert. Wenn ich mal extrem viel Geduld hab mache ich mal eine Maschenprobe und versuche, die Umschläge andersrum zu machen, was ja zunächst mal voraussetzt, dass ich erkenne, wierum ich sie vorher gemacht habe und dann in der Lage bin, das zu ändern... da sehe ich relativ dunkelgrau, dass mir das gelingt...
 
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Viola84

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Na je nachdem wie du den Umschlag um die Nadel wickelst, erhältst du ja ein großes oder ein kleines Loch. Und genau das variiert ja auch in manchen Anleitungen, bzw. finde ich auch, dass nicht überall die normalen Umschläge mit großem Loch schön aussehen. An manchen Stellen stricke ich absichtlich verschränkt ab.

Ich stricke ja derzeit diese Mütze mit Loch-Muster und Rautenmuster, welches durch die verschiedenen Neigungen bei den Abnahmen entsteht. Bisher sieht alles prima aus. Macht wirklich sehr sehr viel Spaß. Gib dir doch einen Ruck und versuche es nochmal. Ein Muster entstehen zu sehen entschädigt extrem dafür, dass es deutlich schleppender voran geht als ein Strickprojekt ohne Muster.
 
brigitteh

brigitteh

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du musst eigentlich nur darauf achten, wo die Öffnung der Masche ist. Willst du Maschen normal abstricken, bei linken Maschen den rechten Maschenbogen links. Bei rechten Maschen den rechten Maschenbogen rechts. Ob der hinten liegt oder vorne ist mir egal.

Willst du verschränkt abstricken nimmst du den linken Maschenbogen. Es ist so einfach, dass ich gar nicht mehr darüber nachdenke. Obwohl ich über 40 Jahre nach der alten Methode gestrickt habe, hatte ich kein Problem damit es zu lernen.

Ich probiere gern neues, und wenn es besser ist, übernehme ich es. Glatt rechts stricke ich ungern - das ist mir oft zu langweilig. Lieber komplizierte Muster, da strickt es sich schneller - weil es einfach mehr Spass macht. Nun, jeder nach seinem Geschmack.
 
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Käptn Hook

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Es war ein ganz einfaches regelmäßiges Lochmuster, ich glaube, Karin hatte damit eine Weste gestrickt. Ich hab das Lochmuster dann im Netz gefunden, total einfach, aber da meine Maschen eben umgekehrt auf der Nadel liegen, konnte man gar nichts sehen, in jedem Loch hing der Faden rein. Es war also in dem Sinne gar kein Lochmuster mehr. Sobald ich meine Sockenreste weg habe, mach ich noch mal eine Probe mit dem Muster. Vielleicht kommt ja einer von Euch darauf was ich da falsch gemacht hab.
 
strickari

strickari

Charitymum
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Nele hat sehr gute Videos, vor allem ganz einfach erklärt, ich stricke die li Maschen übrigens auch so.
Wie ich stricken gelernt habe vor ca. 60 Jahren, hat es geheißen das sind die bösen li Maschen und das darf man nicht so stricken. :O Aber damals durfte man so einiges nicht, vor allem als Mädchen :quer:
 
brigitteh

brigitteh

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Ariane wäre langweilig, wenn wir immer täten, was wir sollen. Ich probiere gerne und hab dadurch viel gelernt. Ich möchte es nicht missen.

Nele gefällt mir sehr gut.
 
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Käptn Hook

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Ich habe ja schon viele Fadenhaltungen gesehen, aber das hier war selbst mir neu: Faden immer vor der Arbeit, über den Daumen geführt:

Sieht ja echt schnell aus...
 
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Viola84

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Ich glaube, das wäre nichts für mich. Ich selbst führe den Faden aber auch nicht über einen gehobenen Mittelfinger, sonder über den auf der Nadel ruhenden Zeigefinger und davor wickle ich ihn um den Ringfinger.
 
brigitteh

brigitteh

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interessant. Das Aufschlingen hab ich bei amerikanischen Anleitungen gesehen. Das Abstricken ist auch dem englischen ähnlich. Nur statt der rechten Hand der linke Daumen. Ohne Fadenspannung. Ist wohl so gelernt und dann geht das flott.

Viola, über dem Mittelfinger? Hab ich noch nicht gesehen. Bei mir über dem Zeigefinger, so hab ich es gelernt. Der Faden zwischen kleinem Finger und Ringfinger. Hier schlinge ich nie. Hier erzeuge ich meine Fadenspannung. Aber so hat es wohl jeder anders gelernt - Frau lernt nie aus....
 
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Viola84

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Ach Mist, ich meinte den gehobenen Zeigefinger. Um den schlinge ich jedenfalls nichts, sondern lasse den Faden halt einfach über die Oberseite meines auf der Nadel ruhenden Zeigefingers gleiten. Ich fing ja mit dem Häkeln an und schon da klappte es erst als ich den Faden einfach anders hielt als es die Lehrbücher empfehlen. Beim Stricken habe ich auch schnell gemerkt, dass ich es nie lernen werde, wenn ich den Zeigefinger oben halte.
 
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