Am Anfang war die Wolle

Diskutiere Am Anfang war die Wolle im Weihnachtsdorf der Handarbeitsfrauen Forum im Bereich Allgemein; Ich habe das Handarbeiten von meiner Oma und von meiner Mutter gelernt, sowohl stricken als auch häkeln. In der Schule im Handarbeitsunterricht...
eule1808

eule1808

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Ich habe das Handarbeiten von meiner Oma und von meiner Mutter gelernt, sowohl stricken als auch häkeln. In der Schule im Handarbeitsunterricht konnte ich dann schon alles. War auch frustierend. Konnte aber meinen Mitschülerinnen manchen Tipp geben, den die Lehrerin nicht kannte. Dann kam der berühmte Musterlappen: Loch, Riss, Winkelriss stopfen, Knopf annähen, Knopfloch per Hand. Meiner Mutter (Sternzeichen Jungfrau und gelernte Damenschneiderin) der Perfektionistin, war dieser natürlich nicht gut genug zum benoten. Also musste/durfte ich jeden Abend 1 Sache arbeiten. Ergebnis: Glatte 1.
Das Ergebnis daraus war, wenn es was zu stopfen gab durfte ich das machen. Du kannst so schön stopfen. Am meisten habe ich meiner Mutter aber imponiert, als ich den Winkelriss in der nagelneuen Hose stopfte und man nicht sah wo der Riss war. Auch ich kaann ohne Wolle und Nadeln nicht sein.
 
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Manu101

Manu101

Handarbeitswütig
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Interessant der Thread. Meine Mutter hatte gehäkelt und gestrickt, und ich war davon immer fasziniert, aber beibringen wollte sie es mir nicht, am Ende hat sie auch nicht wirklich die Sachen fertig gemacht, aber immer wieder was neues angefangen. Luftmaschenketten häkeln konnte ich. Ich bekam dann irgendwann eine Strickliesel, die wurde auch gut genutzt und eine Menge Kordeln entstanden, die ich dann zu Schneckeln aufwickelte und Untersetzer machte. Aber irgendwann wurde dies langweilig. In der Schule haben wir mal Knöpfe angenäht und mit der Hand 2 Stofffetzen sage ich mal zusammengenäht als wir eine Puppe gebastelt hatten, sonst stand nur Werken auf dem Plan. Einmal in der Projektwoche konnte ich mich glücklich schätzen, das ich in den Batikkurs kam. War interessant gewesen, das daraus entstande Tuch hatte ich lange. In der 11. Klasse habe ich dann ein Buch zum Häkeln im Ausverkauf erstanden können. Da waren sämtliche Grundtechniken erklärt udn los gings mit Filethäkeln (Deckchen, Gardinen). Massenweise Garn etc. gekauft. Auf Grund einer rez. Sehnscheidenentzündung musste ich das Hobby aber dann zur Seite legen und nach der Ausbildung fing ich dann mit dem Sticken an, hatte da ein tolles Bild von Teresa Wentzler gesehen und das war dann mein Einstieg, sogesehen Fortgeschrittenen Level mit Null Ahnung :D. Tja und vor einigen Jahren fing ich wieder mit dem Häkeln an. Wenn mir die Sehnscheide zu sehr schmerzt, mache ich dann ein paar Tage Pause, aber dann geht es weiter. Stricken habe ich mal probiert, aber wirklich klappen tut es nicht und mein Mann hätte gerne selbst gestrickte Socken oder jetzt kam er mir mit einer Strickjacke, aber leider kann ich ihm den Wunsch nicht erfüllen. Für die Stricknadeln habe ich irgendwie 2 linke Hände.....
 
sanny34

sanny34

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Oh ist das ein tolles Thema...
Gehöre ja eigtl zur "mittleren" Fraktion...
Aber das Handarbeiten wurde immer Groß geschrieben bei meiner Mutter und ihrer Mutter (Oma) und Oma (Uroma)...
Als Kind bekam ich immer die tollsten Strickpullis mit den gewünschten Motiven... Kniestrümpfe mit Lochmuster und Gummi, da hatte man teilweise noch am nächsten Tag das Muster auf den Beinen😂😂😂
Iwann bekam ich dann eine Strickluesel und ich konnte mit meiner Mutter und Omas mitstricken...
In der Grundschule haben wir dann Topflappen gehäkelt...
Später wollte ich dann Socken stricken... im Alter von 10 Jahre bin ich damals kläglich gescheitert...
Auf der Realschule kam dann die Näma dazu... da kam meine Mutter mit in die Schule, um uns das Sockenstricken beizubringen... unsere Lehrerin konnte es nämlich auch nicht... da war ich 15...
Von da an hatte ich "Blut" geleckt und komme nicht mehr von den Nadeln...
 
Goma

Goma

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Oh wie ein schönes Thema :-60:
Da will ich doch auch mal aus dem Nähkästen plaudern. Als Kind war ich nicht wirklich begeistert von Handarbeit. Dies lag zum einen daran, dass ich lieber draußen gespielt habe und zum anderen das meine Mutter sehr streng war, wenn man etwas machte, musste es ordentlich sein und möglichst ohne Fehler. Als meine Zwillingsschwester und ich in die vierte Klasse kamen, hatten wir vorher zu Weihnachten jeder ein Handarbeitskörbchen bekommen von unseren Patentanten. Daran erinnere ich mich noch sehr gut, da mir dieses Körbchen sehr gefiel, der Handarbeitsunterricht eher weniger, dies lag aber auch an der Lehrerin, die immer die Kinder bevorzugte, die eine Oma zu Hause hatten und somit ihre Handarbeiten sehr schnell fertig hatten. Gab es bei uns zu Hause nicht, wir mussten uns hinsetzen und selber stricken, häkeln, sticken usw. Meine Zwillingsschwester wollte irgendwann stopfen lernen, da waren wir vielleicht im Alter von 9 Jahren und meine Mutter hat sich natürlich gefreut, ich weniger. Aber ich musste es immer gleich mit lernen, damit ich es auch genauso kann wie meine Zwillingsschwester. Ebenso eine Jäckchen häkel, pinkfarbene Wolle, werde ich nie vergessen, da waren wir so ca. 12 Jahre oder 13, wollte ich auch nicht. :39: Später als ich selber eigene Kinder hatte, habe ich sehr gerne gestopft und meine Zwillingsschwester fand es furchbar. :3:Sie hat dann oft meine Bügelwäsche gemacht und ich ihre Stopfwäsche.
Meine Mutter hat sehr viel gestrickt und konnte wunderbar stricken, Pullover, Jacken, Stümpfe und Handschuhe. Auch nähen hat sie sich bei gebracht und viele Hosen genäht für uns. Wir waren sechs Kinder und die Eltern hatten ein Haus gebaut, da haben sie schon sehr sparen müssen. Als meine Kinder noch klein waren, habe ich ganz selten gestrickt oder gehäkelt, erst vor gut sechs Jahren habe ich damit begonnen und seit dem hat es mich nicht mehr los gelassen, was auch diesem wunderbaren Forum geschuldet ist, immer wieder neue Viren und so viele tolle Sachen und Ideen.... da kann man einfach nicht aufhören.
Mein Handarbeitskörbchen war Schwarz mit einer rotweißen Borte drumherum. Ich habe es viele Jahre aufbewahrt aber irgendwann war es dahin. Rechts mit Handarbeitskörbchen was auch zum wandern mit genommen wurde, bin ich, daneben meine noch immer beste Freundin.
 

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Erleuchteter
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Ich habe in der 4. Klasse das häkeln erlernen sollen,es war nichts für mich. Ich habe nur hellgrüne Topflappen mit einer weißen Mäusezähnchenumrandung geschafft,die hatte meine Mutter bis zu ihrem Tod vor 20 Jahren,in ihrer Küche hängen.
In der 7. Klasse hatte ich Handarbeitsunterricht,wir lernten das nähen mit der Nähmaschine (noch mit der Fußwippe),das brachte mir auch keinen Spaß. Dann sollten wir ein Ballnetz häkeln,das habe ich nicht fertig gestellt. Ein Pullunder in rosa,weiß,hellblau,wurde angefangen und nie beendet. Meine Freundin machte ihren auch in diesen Farben,nur in einer anderen Reihenfolge. Ich sollte das sticken erlenen,auch das klappte mehr schlecht als recht.
In der Haushaltsschule (1 Jahr) sollte ich das stopfen von Strümpfen und das stricken von Socken erlenen -ich bin die Lernküche geflüchtet und habe lieber Gemüse geschnippelt.
Dann sollte ich in der Kinderpflegerinnenschule ein Babyhandtuch mit Kaputze und eine Kinderlatzhose nähen. Bei der Hose kam es zur Katastrophe,ich nähte mir mit der Maschine durch den rechten Zeigefingernagel. Von da an,war ich mit der Nähnaschine auf den Kriegsfuß und vom dem Nähunterricht "befreit". Ich durfte nur bügeln oder Nähte abstecken. Meine Lehrerin nähte die Hoe fertig und gab sich selber eine 2.
Ich habe über 40 Jahre keine Nähmaschine mehr angefasst,erst vor 2 Jahren habe ich mir eine Maschine gekauft und nun nähe ich sehr gerne,aber ich achte sehr darauf,nicht mit dem Fuß auf den Anlasser zu kommen.
Das Socken stricken habe ich vom meiner Freundin,vor ca.7 Jahren erlernt,sie hatte eine Engelsgeduld mit mir.
Sticken kann noch noch immer nicht,aber wer weiß.......
Knüpfen mag ich sehr gerne undich würde mir gerne einen kleinen Teppich fertigen,da ich vor einigen Jahren einen Knüpftisch geschenkt bekommen habe ------- zur Zeit hätte ich aber weder den Platz noch die Geduld dafür.
 
D

dreamer2205

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So viele interessante Geschichten 😊

Ich hab stricken und häkeln teilweise von meiner Oma, teilweise von meiner Mutter gelernt. Meine Oma hat mir das Häkeln von Luftmaschenketten mit den Fingern beigebracht als ich so 7 oder 8 war. Ich glaub so viele gehäkelte Kordeln hatten wir nie mehr im Haus rumfliegen ...
Später hat sie mir auch gezeigt wie ich einen Schal stricken kann.
Später hab ich dann von meiner Mutter gelernt wie ich mehr als Luftmaschenketten häkeln kann und Stulpen und Mützen stricke.
Nähen musste ich in der Schule. Anfänglich hatte ich da noch Spaß dran, aber meine Lehrerin war nicht eben geduldig und hat mir wenn ich zu langsam war oder bei der kleinsten Schwierigkeit sofort das Stück aus der Hand genommen und es selbst gemacht. Noch dazu waren die Arbeiten die wir nähen sollten die reinste Katastrophe und alles andere als schön. Ende der sechsten Klasse konnte ich den Handarbeitsunterricht absolut nicht mehr ausstehen. Nähen mit der Maschine kann ich bis heute nicht besonders und mache es auch nicht so richtig gern
Aber wer weiß was noch kommt .......
Beim Stricken und Häkeln bin ich geblieben und dazu kamen noch sehr stark die Perlenfiguren, die ich ich auch immer noch am meisten mache, und sticken
 
Strckmoni

Strckmoni

Ich hänge an den Nadeln
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Ganz genau erinnern kann ich mich nicht mehr an meine Anfänge. Ich weiß nur noch, dass ich es gerne lernen wollte, aber meine Mutter hatte wenig Zeit und auch wenig Lust. Sie mochte Handarbeiten nicht wirklich, da ihre Mutter, bzw. meine Oma Handarbeitslehrerin war und fürchterlich pingelig.
Die Grundzüge hat sie mir jedoch beibringen können und später hat sie mich auch unterstützt, als es ans Pullover Stricken ging.
Meine Oma konnte ich auch fragen, aber da hatte ich nicht so den Draht zu ihr. Ich war immer das schwarze Schaf.
Vieles habe ich mir dann durch diverse Lektüre angeeignet.
Vor ca. 15 Jahren habe ich mit einer Bekannten eine Handarbeitsgruppe für Kinder geleitet. Da waren erstaunlich viele Jungs dabei. Alle waren mit richtigem Eifer dabei. Ein Junge hat am Anfang eine Luftmaschenschlage gehäkelt, die so lang war, das sie im ganzen Haus durch alle Zimmer ging. Was haben wir gelacht.
Aber später gab es richtig gute Erfolge. Ein Junge hat sogar das Sockenstricken angefangen, da weder seine Mutter noch seine Oma dies konnten und er sie so gerne getragen hat. Unser Sohn hat sogar meiner Mutter einen Schal zu Weihnachten gestrickt und das auch noch aus Fransengarn. Der existiert sogar noch.
Das ganze hat wirklich viel Spaß gemacht, leider haben die Kinder später keine Zeit mehr gehabt (wegen der Schule) und kleinere Kinder rückten nicht nach. Das war echt schade.
 
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