Am Anfang war die Wolle

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Häkelnerd

Häkelnerd

Anfänger
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Ich hab gerade die Weihnachtsrituale gelesen. Da hab ich daran gedacht, wie ich zur Handarbeit gekommen bin.
Also, ich bin aus einer grossen Familie, wo meine Mutter und meine Oma immer zusammengesessen haben und gestrickt haben. Wir Kinder haben dann Knöpfe aufgefädelt, dann Stickliesel, Stickereien und schliesslich hab ich dann mit 9J. Mein erstes Filetdeckchen gehäkelt.
Ich fühlte mich immer so besonders und wichtig, wenn wir zusammen saßen und die "Alten" mit ihren Nadeln geklappert haben.
Wie war das bei Euch?
 
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celtic lady

celtic lady

Andrea
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Ich war als Kind öfters in den Ferien auf einen Bauernhof. Die Nachbarin von diesen Bauern war Handarbeitslehrerin und sie hat auch immer die Kinder von dem Dorf bei sich versammelt, um mit ihnen zu handarbeiten. So kam ich als "Gast" im Volkschulalter auch irgendwann in diese Runde und ich habe es geliebt. Die Frau war so nett und geduldig und es gab auch immer Kakao. Dort hab ich mit Wollresten häkeln gelernt. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was ich dort fabriziert habe, ich weiß nur noch, dass es mir viel Spaß gemacht hat und ich darüber sehr glücklich war. Jedes Jahr freute ich mich wieder auf diese Handarbeitsstunden.

Ich denke das hat mich geprägt, denn in meiner Familie wurde leider kaum gehandarbeitet. Das lag daran, dass für meine Großmutter, die damals mit uns lebte, alle sitzenden Beschäftigungen wie Handarbeiten, Lesen usw. nur etwas für "faule" Leute waren. Wenn ich an die vielen fleißigen Hände hier im Forum denke, ist aber klar, dass das nicht stimmen kann :)
 
strickliesel50 ( Uschi)

strickliesel50 ( Uschi)

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Ich erinnere mich, daß zur Adventszeit von meiner ältesten Schwester, und meiner Mutter, immer gewerkelt wurde. Genau wie unsere eigenen Kinder, hat man doch unter irgend einem Grund versucht, noch was zu trinken, oder anderes zu bekommen. Dann sah ich, daß etwas Geheimnisvolles im Busch war, weil versucht wurde, die Dinge, die gewerkelt wurden, auf die Schnelle zu verstecken. Dann war erstmal sowieso die Neugier geweckt. Auf dem Gabentisch hat man so manches entdeckt, was nicht schnell genug verdeckt war. Zu der Zeit wurden auch noch getragene Stricksachen geribbelt, und die Wolle gespannt, über Wasserdampf befeuchtet, um sie zu entkräuseln.
 
Anne Rother

Anne Rother

Teamhexe für alle Fälle
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Wir haben im Weihnachtsdorf doch extra ne Rubrik dafür ;)

vielleicht mag das einer der Mods verschieben, ich kann grad nicht, sitze noch auf der Arbeit ;)
 
Wampirella

Wampirella

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Meine Mutter hatte viel gestrickt, aber nur Pullover. Für meine Schwester und mich mit Wunschmotiven (Dagobert Duck, Pferde etc etc.) für sich selber schlichte, aber edle Modelle und für meinen Vater Norweger und robuste für die Arbeit.
Als Kind hatte mich das aber nicht so interessiert. Handarbeitsunterricht in der Schule fand ich schrecklich, außer Sticken, das mochte ich. Häkeln war...naja... Stricken einfach schrecklich und als es an die Nähmaschine ging, hatte ich Magenschmerzen.
Zum häkeln bin letztlich gekommen, weil wir mal ne Zeitlang so wenig Geld hatten, das wir manchmal nicht wußten, wie wir den Kühlschrank füllen sollen und die Miete zahlen. Und ich brauchte einen Schal. Bei einem Billig-Ramsch-Geschäft gab es ein Set mit 2 Häkelnadeln und 3 Knäuel für 2,99. Das war günstiger als einen Schal zu kaufen. Die Häkelnadeln nutze ich übrigens immer noch gerne, die haben so schön glatte Metallspitzen. Und der Schal....naja, ist damals nicht wirklich schön geworden, aber für unter der Jacke verstecken reichte er...
 
Laila

Laila

Die Vielseitige
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Im Winter bei meinen Großeltern in der Küche spielte sich alles ab. Da war auch eine grosse Kochmaschine , natürlich Holzbefeuert.
Meine Grossmutter drehte fleissig das Spinnrad,oder war am Schafwollstruempfe stopfen. Hielten ja nicht lange in Holzschuhen. Grossvater strickte Strümpfe. Er mußte im 1.Weltkrieg schon die eigengestrickten Strümpfe anziehen. Er war 1900 geboren. Er hat mir auch Ferse stricken gelernt.
Als ich 9 Jahre alt war, habe ich zusammen mit den Eltern an der Nähmaschine gesessen. Meine Mutter machte Heimarbeit. Etliche Schützen und Anoraks genäht.
Wenn ich ihr half ,hatte sie nachher mehr Zeit für uns. Wir hatten ja im Sommer immer Urlaubsgäste im Haus.
Lang ist es her.:spinnen:
 
celtic lady

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Andrea
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@Laila : so eine schöne Beschreibung, man sieht dich richtig in dieser Küche sitzen! Interessant auch, dass dein Großvater gestrickt hat, wenn auch aus Notwendigkeit. In der Generation meines Vaters (Jahrgang 1937) war es total verpönt, wenn Männer strickten - das war "Frauensache". Auch in meiner Generation wurden strickende Männer eher belächelt. Mein Vater hatte sehr viel Geduld und Feingefühl bei seinen Hobbys, er hätte sicher auch schöne Handarbeiten machen können. Schade, dass er und viele Männer sich aus Stolz um dieses schöne Hobby bringen.
 
Ivana

Ivana

Erleuchteter
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Zu dem Thema stricken und Männer habe ich einen interessanten Beitrag gelesen! Vor Erfindung der Strickmaschinen war stricken Broterwerb und Männersache, erst seit Industrialisierung galt es als brotloser Zeitvertreib und dann durften wur Frauen wieder ran. Also alles eine Ansichtssache 🐑🐏
 
Gospelgirl

Gospelgirl

Singendes ,Strickendes Häkelhuhn :-)
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Ihr erklärt mir aber nun damit , warum ich so ein Basteltrieb auch habe für kleines selber zusammen zu stellen.
Zum Thema Handarbeiten , das hat lange bei mir gedauert bis ich bereit war dazu. Oma hat mich dauernd bestrickt und ich war nicht wirklich glücklich als Kind damit. In der Schule in Handarbeit hatte ich eh nur ne 4 , galt als "Niete".
Meine ersten Werke waren dann eher mega einfaches. Und bis ich mich traute für Hilfsprojekte was zu machen, oh ja meine Selbstachtung :red:
Gut das einige hier sehr viel Geduld haben und mich ermutigt haben. :smilie_girl_055_1:

Was ich als Kind aber übernahm war das bastel"Gen". Mein Opa hatte selber alles für seien Modelleisenbahn gebaut. Und das fand ich total toll. Daher meine Liebe zum selber austesten und entwickeln.
 
Jannchen

Jannchen

derzeit auf dem Ponyhof
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Dieses Thema finde ich super spannend!

Also mir geht es wie @Gospelgirl , ich habe als Kind sehr viel gebastelt und gemalt/gezeichnet. Mein Papa hatte auch eine Modelleisenbahn und hat dort viel selber gemacht ... Häuser gebaut etc. PP. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass wir ein winterliches "Zugbrett" (meine Männe würde mich jetzt für diesen Ausdruck böse angucken) als Tannenbaumständer hatten, da war ich 3 oder 4 Jahre alt und es war für DDR-Zeiten was wirklich ausgefallenes. Meine Oma wollte mir immer stricken oder häkeln beibringen, aber irgendwie hatte ich es als Kind nicht so damit und Handarbeitsunterricht gab's bei mir nicht mehr, was ich heute gesehen sehr schade finde.

Irgendwann hat mir meine Mutti ein Wollpaket mit einem Sockenstrickbuch und Nadeln geschenkt, da war ich schon über 20. Mit diesem Buch hab ich mir dann stricken beigebracht und auf fast ähnliche Weise später dann auch das Häkeln, wobei mir da bis heut manchmal die 2. Nadel fehlt.

Das Schönste war dann als meine Oma gesundheitsbedingt nicht mehr stricken könnte, ich ihr warme Wollsocken gewerkelt habe so wie sie uns als Kinder immer mit Socken oder Puppenkleidern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.
 
Laila

Laila

Die Vielseitige
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Ich liebte in der Grundschule immer das Unterrichtsfach Handarbeiten.
Die Stunden waren immer Nachmittags,mußte also nochmal mit Rad hin. Aber es gab von meiner Mutter immer 2 Groschen mit,um mir dann im kleinen Laden "2 Negerküsse" zu kaufen. Sonst bekam ich kein Geld. 2 Groschen waren damals viel,ich weiß nur noch das der Opa einen Stundenlohn von 5 Groschen hatte.
@celtic lady noch zur guten alten beheizten Küche. Opa hatte immer Schweine für den Eigenbedarf.
Wenn die Ferkel geboren wurden ,kamen sie im großen Korb ( selbst geflochten ) in die Küche ,da wurden dann die Zähne abgekniffen ,weil die immer sehr scharf sind. Würde ja der Sau schaden ,bei mindestens 10 saugenden Ferkeln.
Ich durfte die rosa Ferkel immer ausgiebig dann streicheln.😄
 
Fanwolf

Fanwolf

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Meine Omas haben immer viel gestrickt für uns 3 Mädels....hauptsächlich Handschuhe und Socken. Meine Mutter mehr größere Sachen ...Strickjacken etc. Es wurden auch getragene, zu klein gewordene Kleidung wieder geribbelt und neu verstrickt.
Papa war Schäfer mit einer Herde von 600 Schafen. Er musste bei Wind und Wetter raus. So haben die Omas zur Warmhaltung auch gewaschene ungesponnene Rohwolle mit eingestrickt...als Flöckchen um die Nadel gewickelt. Anfangs hab ich mit zugesehen...Oma zeigte mir dann das Stricken. Dann begann der Nadelarbeitsunterricht in der 2/3. Klasse in der Schule. ..
Auch die Jungs mussten es lernen. Häkeln war nie so meins. Aber ich kann es immerhin.

Meine Eltern hatten auch viel Federnvieh. Ernten, Gänse...die Federn wurden aufgehoben..und in den Winterferien wurden bei Oma in der Küche Federn gerissen. Die Kiele fanden Verwendung für Stuhlkissen..der Flaum ging ins Federbett.
Liebend gern pusteten wir gern in den Federhaufen auf den Tisch 😅 Mama schimpfte dann und sagte...aber jetzt raus mit euch zum Spielen.

Mit 18 war ich dann zum Nähkurs auf der VHS und kaufte mir dann im Anschluss nach der Lehre vom 1. Geld auch eine Nähmaschine. ...die näht heute noch. Zuvor war ich aber oft heimlich an der Nähmaschine meiner Mutter, wenn sie auf dem Feld war. Irgendwann merkte sie es doch, weil sie dann auf einmal völlig verstellt war:O

Als junge Mama hab ich auch für die Kinder gestrickt, da das Geld knapp war.....war eben eine andere Zeit, als die heutige Wegwerfgesellschaft.
 
newela

newela

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Was für ein herrliches nostalgisches Thema...
Meine Mutter war auch viel am handarbeiten. Sie hat viel gestrickt und genäht. Viele Sachen für gut hatte mir meine Mutter selber genäht, kann man noch auf alten Fotos bewundern :love: Ihr Glanzstück war mal ein Hosenanzug zu Beginn der 70er, den habe ich mit Stolz getragen. Und beim Stricken war sie eine richtige Künstlerin . Meine ersten rechten Maschen habe ich dann bei ihr gelernt. Leider kann sie aus gesundheitlichen Gründen schon länger nicht mehr handarbeiten, schade. Häkeln war überhaupt nicht Ihr Ding, das habe ich dann im Handarbeitsunterricht in der 3. Klasse gelernt. Habe meinen Handarbeitskorb, die Schere und die Häkelnadel heute noch. Den Handarbeitsunterricht habe ich geliebt, nur das halbe Jahr Nähen in der 6. Klasse nicht, die Lehrerin war furchtbar und hat mir das Maschinen-Nähen so richtig verleidet.
Gerne erinnere ich mich an meine Kindheit zurück, wenn es auf Weihnachten zuging, Mutter und Vater waren am Werkeln in der Küche und ich habe begeistert zugeschaut. Vater war ein toller Heimwerker und Bastler, der hat auch so einiges an Spielzeug selber gebaut. Als ich in der Oberstufe war, da war Stricken gerade ganz groß in, also Anfang der 80er. Da strickten auch die Jungs ( "ich bin der Martin, ne", wer erinnert sich). Besonders beliebt waren Stulpen...
Später habe ich meine Jungs bestrickt, Strickjacken und so, bis sie sich zu alt für Selbstgestricktes fühlten :16_1:
 
Sage99

Sage99

echt fränkisch
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ich kam so zur Wolle:
meine Mutter hat Strümpfe gestrickt (dies bis ins hohe Alter) und für uns Kinder ab und zu auch mal einen Pullover oder eine Weste. Ich erinnere mich, das mein Bruder einmal nicht nach der Schule nach hause kam. Er traute sich nicht, da er mit der Strickjacke (die er zum 1. Mal anhatte) bei seinem Freund über den Gartenzaun gesprungen war und hängen blieb. Das ganze Bündchen am Rücken aufgerissen.

Mich hat das damals aber überhaupt nicht interessiert. Habe nur gelesen, hatte aber Freude am Handarbeitsunterricht und war auch nicht schlecht. In 7. Klasse in der Realschule hatten wir noch Handarbeiten auf dem Stundenplan. Da haben wir uns ein Kleid gefertigt, das Oberteil bis unter die Brust gestrickt und den Rock unten angenäht. Da hat mich dann das Strickfieber gepackt. Ich habe fast immer mein gesamtes Taschengeld (war sowieso nicht viel) in Wolle angelegt. Zur Schule hatte ich 45 Minuten Zugfahrt hin und das gleiche auch wieder zurück und da war das Strickzeug dann immer dabei. Handarbeitslehrerin hätte mir als Beruf zwar gefallen, aber da hätte ich den musischen Zweig an der Realschule wählen müssen und dann auch basteln oder werken gehabt, was ich bis heute nicht kann. Also bin ich in den mathematischen Zweig gegangen. Da gab es dann aber kein Handarbeiten mehr.

Später habe ich dann auch meine Kinder mit Stricksachen beglückt bis sie es nicht mehr "cool" fanden. Heute wissen sie es wieder zu schätzen.

und weil ich das gerade bei Newela gelesen habe
hier ein Bild von meiner Hose, die ich mir Anfang der 70er Jahre gestrickt und bestickt habe. Abgefüttert hat es mir eine Schulfrendin, die damals als Schneiderin gelernt hat. Hatte auch ein Bolero dazu, das ich einmal verliehen habe und dann erst nach Jahren gemerkt habe, dass es nicht mehr da ist. Weiß bis heute nicht wo das geblieben ist.

DSC00003.JPG

So, nun habe ich einen ganzen Roman geschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Loretta76

Loretta76

Meister
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Herrlich dieses Thema, da möchte ich mich auch gerne verewigen.

Angefangen habe ich mit Häkeln, weil mein Bruder damals in der Schule Handarbeitsunterricht hatte. Er hat's nicht hinbekommen und Mama hat ihm das gezeigt; das wollte ich auch.
Habe Wolle und eine Häkelnadel in die Hand gedrückt bekommen und das war's. :8:

Damals wohnte ein Ehepaar bei meinen Eltern im Haus, und die Frau, jaaa die konnte Häkeln. Die hat mit filigranem Garn Deckchen und Spitzen gezaubert, vom allerfeinsten! Mit wenigen Worten hat sie mir damals das Häkeln erklärt und ich begann meine Puppen einzukleiden.

Später kam das Stricken dazu und das habe ich mir fast komplett aus Büchern und Zeitschriften beigebracht. Handarbeitsunterricht gab es bei mir in der Schule nicht mehr, das nannte sich Textiles Gestalten. Voll spannend, aus Stoffresten wurden Bilder geklebt und ähnliches. Ich hätte lieber richtig Handarbeiten gemacht.
Das Highlight war, als wir uns an die Nähmaschine setzen durften: um gerade und sauber die einzelnen Sticharten auf ein Stück Stoff zu nähen, in eine Mappe zu kleben und hinterher wurde das benotet! :75:

Aus meiner Realschulklasse hatte so ziemlich niemand Interesse am Handarbeiten und ich stand mit meinem Hobby alleine da. Erst "liebevoll" als Omikram betitelt, später als "Ökoscheiß"!
Oder die haben das heimlich gemacht, weil es ihnen peinlich war.
Ich gehöre halt zu der Generation, die das nicht kann/will.

Wie schön, daß es dieses Forum gibt und das Handarbeiten weiterlebt. :-56:

@Sage99 Deine Hose ist der absolute Kracher!! 😍🤩🥳
Wie lange hast du an diesem Prachtexemplar gearbeitet? Ich komme schon wieder auf krumme Ideen.....
 
Sage99

Sage99

echt fränkisch
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@Loretta76
das kann ich dir beim besten Willen nicht mehr sagen, ist ja immerhin schon fast 50 Jahre her,
aber gestrickt war es sicher schnell. (War damals ja auch um einiges schlanker 😢). Das Motiv aufsticken hat glaube ich länger gedauert. Das Motiv war auf ganz feinem Organzastoff in schwarz-weiß gezeichnet und man musste dann vom Bild weg die Farben durch den Stoff auf die Hose sticken. Am Ende wurde der Stoff fadenweise herausgezogen.
Das Bolero war an den beiden Vorderkanten genauso bestickt. Habe leider auch kein Bild auf dem der ganze Anzug zu sehen ist.
 
Monika59

Monika59

Erleuchteter
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Erftstadt
Bei mir hat das Handarbeiten mit Häkeln angefangen. Das hat mir meine Mutter gezeigt. Hat mir aber nicht so viel Spaß gemacht. Mit ungefähr 12 Jahren habe ich mir eine Strickzeitschrift gekauft und daraus das Stricken gelernt. Mein erstes größeres Werk war eine Strickjacke für meinen Bruder. Die hatte einen Ärmel länger als den anderen. Als ich das wieder auf machen wollte, sagte mein Bruder, das soll so bleiben. Er sagte dann das sollte so sein.
Mein Gymnasium war früher ein reines Mädchengymnasium. Als ich in die Oberstufe kam, sind auch Jungs dazu gekommen. Wir hatten dann 3 Jungs in der ganzen Oberstufe. Einer davon hat auch gestrickt. In den Freistunden haben wir beide mit Strickzeug da gesessen.
Seitdem habe ich immer gestrickt, aber später auch gehäkelt. Ohne Nadeln und Wolle kann ich nicht sein.
 
Thema:

Am Anfang war die Wolle

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