GrecoGerti
Kreativ-Queen 👑
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- 15.11.2016
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- 6.154
Hallo ihr Lieben,
ich bin die Susl.
Es gibt immer wieder einige im Forum, die mich auch als Susi benennen. Ich gestehe, wenn mich jemand so bezeichnet, fühle ich mich auch angesprochen. Aber trotzdem nochmal zur Erklärung, weil das kleine „l“ am Ende auch ein großes „I“ sein könnte: der letzte Buchstabe meines Nicknamens ist ein „L“, also ein kleines „l“.
Susl hat mit meinem realen Namen, Sandra, überhaupt nichts zu tun.
Ich hab in jungen Jahren als wir, mein Mann und ich, jeder noch daheim bei den Eltern wohnten irgendwann mal bei ihm angerufen. Mein jetziger Schwiegervater ging ans Telefon und rief dann: M.... deine Susl ist am Telefon. Die Susl blieb mir dann. Es gab auch einige Bekannte, die jahrelang meinten ich würde Susanne oder so heißen und mein Freund hätte halt die Susi ins bayrische "übersetzt". Es ist auch heute noch bei meinem Mann der Name für mich. Wenn also irgendwo ein Mann zu seiner Frau Susl sagt, fragt, ob ich die aus dem Forum bin. Ich freue mich.
Zufällig bin ich Anfang 2022 auf das Forum gestoßen und als ich mich im Februar 2022 registrieren wollte, hieß es meine Mail-Adresse sei bekannt. Also Passwort geändert und mal gesucht ob ich mich hier schon mal zu Wort gemeldet hatte. Hatte ich! Ein Beitrag und der war von 2007. Okay, ich war mir nicht bewusst hier angemeldet zu sein. Aber egal, ich bin seit 2022 regelmäßig hier.
So weiter gehts im Text!
Wie oben schon erwähnt bin ich verheiratet. Wir haben uns viel Zeit gelassen und gingen erst mal 16,5 Jahre zusammen (mal auf altmodisch gesagt). Getreu dem Motto: Drum prüfe wer sich ewig bindet …
Bereits ein Jahr nach unserer Hochzeit waren wir zu dritt. 4 Jahre später waren wir dann 4 und bereits 18 Monate später waren wir zu fünft. Meine 4 Männer und ich!
Ein quirrliger Haufen, immer laut und oft reden alle gleichzeitig. Es wird gestritten, gelacht und viel Unfug gemacht!
Zu unserem Haushalt gehören dann auch noch Biene und Willi. Meine 2 Katzenkinder mit derselben Mutter, aber aus 2 Würfen. Biene geboren 2021 und Willi vom 2022 Wurf. Zuerst Feuer und Wasser, heute duldet sie ihn!
Alle zusammen leben wir in Bayern. Da unser Dorf eh keiner kennt, wir leben ca. 90 km westlich von München entfernt. Ba-Wü ist in knapp 60 km zu erreichen. Und in 5 km Entfernung habe ich die Buttinette vor der Türe. Manchmal zum Glück, oft eher leider.
Hm, was kann ich noch von mir erzählen?
Ach ja, wie kam ich zum Handarbeiten?
Ganz einfach: ich gehöre noch zu der Generation, die ab der 2. Klasse Handarbeitsunterricht hatte. Zuerst haben wir häkeln gelernt, dann stricken. Dazwischen wurde oft gestickt. Vieles hat meine Mama aufgehoben bzw. es war als Deko in der Wohnung zu sehen. Als meine Mama starb, habe ich alles mitgenommen und fein säuberlich verstaut.
Genäht wurde dann auch irgendwann (eine Tasche, eine Schürze, ein Nachthemd).
Leider gab es dann in den höheren Klassen kein Handarbeiten mehr.
Meine Mama hat zwar immer wieder mal was gestrickt, aber wie Tochter so ist, die Farbe war nicht das was ich wollte, zu eng, bis es fertig war, hat es mir nicht mehr gepasst, …
Das nervte mich. Also fing ich selbst zu stricken an. Mein erster Pulli war dunkelblau, hellblau, weiß im Patentmuster. Ich habe ihn geliebt. Also musste ein zweiter her. Der zweite Pulli wurde türkis und weil das Garn nicht reichte, bekam er einen pinken Ärmel. Muster war ähnlich Patent. Was ich leider nicht wusste, das Muster leierte ziemlich aus. Sprich der Pulli wurde immer länger, länger und länger und hing am Ende an den Knien und die Hände waren da wo im Normalfall der Ellbogen ist.
Ich hab dann noch eine Weile immer wieder mal was gestrickt, aber eher so als Gelegenheitsstricker. Bis ich die Nadeln endgültig ins Eck legte.
Nach dem ich meine Ausbildung beendet hatte und eine Kollegin hatte, die viel gestrickt hat und mit dem häkeln anfangen wollte, hat es mich wieder gepackt und ich schwang auch die Häkelnadel. Etliche Deckchen sind entstanden. Meine Mama hat`s gefreut. Ich habe die alle mitgenommen, aber ich leg die nicht raus. Ne ne!
Irgendwann habe ich dann die ersten Socken gestrickt. Getreu nach dem Motto: Ich kann stricken und lesen. Wird schon klappen. Meine Mama konnte mir nicht helfen. Und es hat prima geklappt. Diese Socken liegen heute noch in der Schublade und ab und zu hab ich die auch an. Der Gelegenheitsstricker war wieder aktiv. Ich habe aber meist nur kleinere Teile gestrickt. Für was Größeres hatte ich lange keine Lust. Mittlerweile gehört das Strickzeug zum Alltag dazu. Meine persönliche Auszeit!
Mein allergrößtes Laster sind Bücher. Leider! Falls wir einmal umziehen, muss ich meine Bücher alleine umziehen. Meine Männer helfen mir dabei nicht. Aber ich denke ein Umzug steht nicht an. Zum Glück!
Und was ich noch liebe: alten Christbaumschmuck! Ich häng nichts davon auf, alleine das „Haben“ ist schön. Obwohl, doch, vor 2 Jahren hatten wir einen silbernen Baum mit lauter alten Kugeln und anderes Zeugs. Ich könnte mindestens den Christbaum am Rockefeller-Center schmücken. Mit alten Christbaumkugeln kann man mir immer eine Freude machen.
In diesem Sinne: Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit und Frohe Weihnachten im Kreise eurer Lieben!




