Allysonn
born to be bunt
Teammitglied
Jedes Ding hat eine Geschichte. Manche sogar zwei oder drei.
Mein "Ding" ist ein Aran-Pullover, den ich stricken möchte und er hat zwei Geschichten.
Die erste geht so:
Meine Mama wollte "irgendwas strickeln". Und meine Schwester hat sich erbarmt und sich einen warmen Pullover gewünscht. Daraufhin wurde das Allylein (also ich, nicht wahr) losgeschickt, einen bis hmpfdrei Knaudies Wolle zu holen. Irgendwas in grün. Habbich gemacht. Bin ja folgsam, nech.
Meine Mama hat fröhlich losgestrickt. Zu Weihnachten war meine Schwester wieder zu Besuch (sie wohnt weiter weg). Und das dumme Ding (Sorry, Sis!) sagt doch ernsthaft, dass sie sich inzwischen einen Pullover gekauft hat. Da war die Luft natürlich raus.
So lag das Teilchen seit Weihnachten ungeküsst...äh ich meine unbeachtet in der Ecke rum.
Und als ich so sagte, dass ich gerne einen Pullover stricken möchte, bot mir Mama an, das ungewollte Dingens aufzudresseln und mir diese Wolle zu geben. Und ich? Hab ja gesagt! Erstens: Die Wolle reicht dicke für mich Dicke! Zweitens: Es ist eine wundertolle Farbe! Und Dreitens: Diese Wolle gibts nicht mehr, weil der Laden inzwischen zugemacht hat! Und Vierteres: Ich bekomm die Wollers geschenkt. Ich wollt ja nix mehr kaufen wollen... Also Win-Win, oder? Nur nicht für den angefangenen Pullover. DER ist nun wieder aufgewickelt...
Die zweite Geschichte ist die offizielle Geschichte der Aran-Pullover. Berührend, vielleicht ein wenig makaber, aber etwas, was wir vielleicht bewahren sollten:
Die Aran-Inseln liegen im Atlantik, gleich links neben Irland. Das Leben da ist rauh und die Leute dort lebten viele Generationen lang von Schafzucht und Fischfang. Die Schafe brachten die Wolle, die die Aran-Frauen zu warmer Kleidung verarbeiteten. Die Pullover versahen sie mit verschiedenen Zopf- und Reliefmustern. Jede Familie auf Aran hatte ihr eigenes Muster. Das war kein Ding von Eitelkeit oder Wettbewerb.
Denn die Männer, die im rauhen Meer auf Fischfang gingen, lebten gefährlich. Schnell kenterte mal so ein Boot und die Fischer darin ertranken. Und wenn sie tage- oder wochenlang im Wasser gelegen hatten und erst später an die Küste geschwemmt wurden, waren sie nicht mehr zu erkennen. Aber an der Mustern ihrer Pullover konnte man die Toten identifizieren und sie zu ihren Familien bringen, damit sie ein würdiges Begräbnis erhielten...
Heute erfreuen wir uns an den Mustern, nutzen die Ideen der Strickerinnen von Aran und vergessen oft die Geschichte dahinter...
Vielleicht möchte ja der eine oder andere mit mir ein wenig Pullover-Strickeln? Du? Oder du vielleicht? Kommt ran, kommt rum, wir machens uns gemütlich: Ein Tässchen Tee (oder auch Kaffee!), ein Kerzl aufn Tisch und los!
Mein "Ding" ist ein Aran-Pullover, den ich stricken möchte und er hat zwei Geschichten.
Die erste geht so:
Meine Mama wollte "irgendwas strickeln". Und meine Schwester hat sich erbarmt und sich einen warmen Pullover gewünscht. Daraufhin wurde das Allylein (also ich, nicht wahr) losgeschickt, einen bis hmpfdrei Knaudies Wolle zu holen. Irgendwas in grün. Habbich gemacht. Bin ja folgsam, nech.
Meine Mama hat fröhlich losgestrickt. Zu Weihnachten war meine Schwester wieder zu Besuch (sie wohnt weiter weg). Und das dumme Ding (Sorry, Sis!) sagt doch ernsthaft, dass sie sich inzwischen einen Pullover gekauft hat. Da war die Luft natürlich raus.

So lag das Teilchen seit Weihnachten ungeküsst...äh ich meine unbeachtet in der Ecke rum.
Und als ich so sagte, dass ich gerne einen Pullover stricken möchte, bot mir Mama an, das ungewollte Dingens aufzudresseln und mir diese Wolle zu geben. Und ich? Hab ja gesagt! Erstens: Die Wolle reicht dicke für mich Dicke! Zweitens: Es ist eine wundertolle Farbe! Und Dreitens: Diese Wolle gibts nicht mehr, weil der Laden inzwischen zugemacht hat! Und Vierteres: Ich bekomm die Wollers geschenkt. Ich wollt ja nix mehr kaufen wollen... Also Win-Win, oder? Nur nicht für den angefangenen Pullover. DER ist nun wieder aufgewickelt...

Die zweite Geschichte ist die offizielle Geschichte der Aran-Pullover. Berührend, vielleicht ein wenig makaber, aber etwas, was wir vielleicht bewahren sollten:
Die Aran-Inseln liegen im Atlantik, gleich links neben Irland. Das Leben da ist rauh und die Leute dort lebten viele Generationen lang von Schafzucht und Fischfang. Die Schafe brachten die Wolle, die die Aran-Frauen zu warmer Kleidung verarbeiteten. Die Pullover versahen sie mit verschiedenen Zopf- und Reliefmustern. Jede Familie auf Aran hatte ihr eigenes Muster. Das war kein Ding von Eitelkeit oder Wettbewerb.
Denn die Männer, die im rauhen Meer auf Fischfang gingen, lebten gefährlich. Schnell kenterte mal so ein Boot und die Fischer darin ertranken. Und wenn sie tage- oder wochenlang im Wasser gelegen hatten und erst später an die Küste geschwemmt wurden, waren sie nicht mehr zu erkennen. Aber an der Mustern ihrer Pullover konnte man die Toten identifizieren und sie zu ihren Familien bringen, damit sie ein würdiges Begräbnis erhielten...
Heute erfreuen wir uns an den Mustern, nutzen die Ideen der Strickerinnen von Aran und vergessen oft die Geschichte dahinter...
Vielleicht möchte ja der eine oder andere mit mir ein wenig Pullover-Strickeln? Du? Oder du vielleicht? Kommt ran, kommt rum, wir machens uns gemütlich: Ein Tässchen Tee (oder auch Kaffee!), ein Kerzl aufn Tisch und los!




finde das Thema sehr Interessant und werde es verfolgen, ich freue mich auf eure Fortschritte.