Angepinnt Kaminzimmer - Zum Wohlfühlen und Austauschen

    • Hallo,

      Schau dir mal diesen Ratgeber an. Viele Bilder, Techniken usw.

      Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
      @chrische
      Das ist wirklich doof, aber du wirst sicher eine andere Einrichtung finden, die für dich passt :tagebuch4: . Kostet halt wieder Zeit ....
      Und möge die Grippe an dir vorüberziehen, muss frau ned haben, schon gar nicht, wenn frau eh schon angeschlagen ist.

      @Goma
      Dankeschön :tagebuch4: . Aufgeben tut man Briefe, nie die Hoffnung ^^.
      Mit wem prügelst du dich dann morgen :17: ?? Das tut doch weh, ist also ungesund .... :S_gruebel: !

      @celtic lady
      Schau ich auch nicht, ist nicht meins ^^.

      Leute, ihr seid alle sooooooooo fleißig! Ich hab heute die Küche wieder auf Vordermann gebracht, morgen ist Wäsche waschen dran. Hab ja eh nicht viel, zum Glück.
      Die Fenster bleiben bis auf Weiters ungeputzt, ich ignoriere sie einfach. Die interessieren mich grad am allerwenigsten ^^.
      Ein paar Sachen sollte ich einkaufen. Aber schau ma mal, lebenswichtig sind sie nicht. Muss Montag ohnehin raus, das könnte auch warten. Wie ich Lust hab.

      @Taschenrechner
      Ich wünsche dir einen entspannenden Abend, lass es dir gut gehen ^^.
      Hallo,

      es ist Freitag, bei uns schien die Sonne und es waren Plusgrade. Ich komme damit einfach besser klar. Heute morgen um 6 haben die Vögel vor meinem Fenster lautstark den Frühling begrüßt. Hach, so darf es weiter gehen.

      elfle schrieb:

      Guten Morgen.

      Tja, langsam komme ich voran. Zumindest beim Stricken. Für die Anleitung des Stirnbandes muss ich nochmal eines stricken mit helleren Farben. Damit man die Schlüsselstellen, die ich ja immer fotografiere, besser sehen kann. Mein Schal ist auch bald fertig. Dann muss ich auch hierfür eine Anleitung schreiben. Und mit dem Februar-Projekt hab ich gestern endlich angefangen.

      Heute ist der letzte Ferientag. Ich werde wohl eher am Rechner sitzen und mal mit der Steuer anfangen. Und nebenbei Olympia gucken.

      Euch allen einen schönen Freitag.
      :banane: ich freue mich schon darauf.

      chrische schrieb:

      Nichts wird es mit Überlingen. Habe gerade einen Anruf von dort bekommen, dass sie nichts für mich tun können, weil sie spezialisiert sind auf Adipositas und nicht auf Untergewicht. Es wird jetzt an die Krankenkasse weitergegeben. Nun heißt es abwarten, auf weitere Vorschläge.
      Kann doch nicht sein, dass ich so ein Einzelfall bin.

      Ein grippevirus schleicht auch durchs Haus. So langsam erwischt er mich auch. Fühle mich ziemlich k.o.

      Hoffe, dass ihr verschont bleibt.
      War das die Kurpark Klinik? in der war ich nach meinem Nierenversagen. Die haben viel mit Diabetes Patienten zu tun.
      Ich schreibe dir gleich mal eine PN.

      Neu

      Schönen guten Morgen in die Runde, Ihr Lieben!

      Eine schreckliche Woche voller Aufregung liegt hinter mir, aber meine Mutter hat die Operation gut überstanden, das ist das Wichtigste.
      Die Behandlung auf der Station hingegen ist unter jeder Kritik, obwohl sie 1. Klasse liegt und überhaupt keine lästige Patientin ist. Es fehlt jede menschliche Wärme, die Schwestern schauen drein wie 7 Tage Regenwetter, sind mit einer Lieblosigkeit bei der Arbeit, dass man nur so staunt, und kommen auch nur alle heiligen Zeiten ins Zimmer. Da die Mutti ja alleine liegt, könnte sie umfallen und gestorben sein, ehe das jemand bemerkt. Die Schlaganfallgefahr ist nach so einer OP ja weiterhin vorhanden.
      Es sind so viele Kleinigkeiten, die von der schlechten Arbeitsmoral Zeugnis geben, Patienten (und Angehörige) aber sehr verstimmen. Beim Mittagessen hat man ihr z. B. 2 Löffel und ein Messer gegeben, aber keine Gabel, sodass sie das Fleisch kaum schneiden und auch den Salat nicht essen konnte. Da durfte sie noch nicht aufstehen und geläutet hat sie auch nicht, weil dann wieder so ein unwilliger Drache auftaucht.
      In der Dusche braucht sie einen Sessel, weil ihr sonst schwindelig wird. Dort war aber keiner, also ging ich ins Schwesternzimmer um nachzufragen, worauf mich die Pflegerin anschnauzte, Mutter dürfe zwei Tage ohnehin nicht duschen, und dann gehe sie eh bald nach Hause, dort könne sie ja wieder tun, was sie wolle. Und diese Auskunft für eine Erste-Klasse-Patientin, die zu ihrer monatlichen Versicherung nun noch € 60 .- pro Tag dazuzahlt, bloß um zu erfahren, dass sie zu Hause duschen kann, wie sie will.
      Weitere "nette" Kleinigkeiten:
      Das Frühstück wird gebracht, aber nicht die Tabletten, die sie noch auf nüchternen Magen nehmen muss. Bis die Schwester wiederkommt, ist der Kaffee kalt, frischen gibt es keinen. Das Frühstücksgeschirr steht bis Mittag, bis dahin kommt kein Mensch ins Zimmer, außer einer Schülerin, die den Blutdruck misst.
      Mutter bittet die Schwester, ihr einen neuen Müllsack neben dem Bett aufzuhängen. Diese geht weg und kommt nie wieder, also sucht die frischoperierte Patientin im Badezimmer selber nach einem solchen, den sie mühevoll befestigt.
      Da gestern vom Heimgehen die Rede war, fragt meine Mutter, bis wann sie Konkretes erfahre, da sie ja ihren Schwiegersohn verständigen müsse. Antwort: man müsse erst die Visite abwarten (es war bis jetzt noch keine einzige, 4 Tage ist sie nun dort), und dann könne sie ja auch mit der Rettung heimfahren.
      Das hat mich nun wirklich auf die Palme gebracht. Wieso soll sie mit einem Rettungswagen nach Hause schaukeln, (und außerdem ein Fahrzeug für Noteinsätze blockieren), wenn sie mein Mann mit unserem großen, bequemen Auto abholen will? Also machte ich mich auf den Weg ins Schwesternzimmer, um die Damen mal zu fragen, was auf dieser Station überhaupt los ist. Leider ging das nicht, weil weit und breit keine Menschenseele anzutreffen war. Eine aufgebrachte Rettungsfahrerin stand ebenfalls vor dem Schwesternzimmer, und hat aufgeregt telefoniert, und sich darüber beschwert, dass da keiner wäre, dem sie ihren Patienten übergeben könne. Kann ja sein, dass alle gerade bei einem Notfall in irgendeinem Zimmer waren, ich wollte weiter gar nichts mehr wissen.
      Ich arbeite ja selber im Krankenhaus und habe für vieles Verständnis, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Gut, dass die Operation ohne Komplikationen verlaufen ist, sonst hat sich meine Mutter keine Stunde wohl oder gar gut betreut gefühlt. Begeistert war sie nur vom Personal auf der Intensivstation, wo sie zur Überwachung lag.
      Nun hoffe ich nur, dass sie bald heim kommt, und dass mein Mann beim Abholen auf der Station keinen großen Wirbel schlägt. Er hätte sich das alles nicht gefallen lassen, hat er mir gesagt, und schon mal mit der Stationsleitung Klartext gesprochen.

      Schade, dass in der Medizin, die so viel und immer mehr an technischen Leistungen vollbringt, die Menschlichkeit derart auf der Strecke bleibt.

      Jetzt muss ich mich erst einmal erholen, ein wenig lesen und sticken, und warten, ob Mutter vielleicht heute schon heimkommt. Hier wird sie jedenfalls besser betreut als auf dieser seltsamen Station.

      Mein Mann war in dieser Woche ganz super. Während Mutter im Spital lag und ich auf Arbeit war, hat er die Küche neu ausgemalt und alles super geputzt, auch Wäsche gewaschen, dass ich keine Hausarbeit habe nach all der Aufregung. Die Küche sieht jetzt wieder strahlend schön weiß aus, ich habe mich so gefreut, und bin so dankbar für meinen Mr. Sylli. Gut, dass wir uns gefunden haben :tagebuch4:

      Genießt Euer Wochenende, und verbringt eine schöne Zeit mit Euren Lieben!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sylli ()

      Neu

      @Sylli schreib doch mal einen Leserbrief bei eurer örtlichen Zeitung bzw. in dem Ort wo deine Mutter im KH ist, einfach so in der Art wie du es hier beschrieben hast, es ist für das Personal heutzutage bestimmt nicht einfach zu arbeiten, davon bin ich überzeugt aber das darf nicht sein und die Sache mit der angebotenen Heimfahrt ist so eine Sache, mach dich da mal bei deiner Krankenkasse kundig ob du nicht hinterher dann die Kosten dafür tragen musst, ich hab da neulich einen interessanten Reportagebeitrag gesehen - auf jeden Fall wünsche ich deiner Mutter eine gute schnelle Besserung und Gückwunsch zu deinem Mann solche gibt es eher selten

      Neu

      Guten Morgen.

      Mensch, Sylli, das liest sich ja gruselig. Du solltest wirklich etwas unternehmen, wie Beate schon schreibt.

      Ich hab heute schön lange geschlafen. Guck raus und was sehe ich: Schneeflöckchen. I mog nimma. Und dabei hatten wir gestern ca 15°. Das soll mir mal einer erklären *kopfschüttel*

      Gerade kochen die Kartoffeln für den Kartoffelsalat. Noch Würstl dazu und gut ist. Karottensalat ist noch übrig. Gibt's auch dazu.

      Da ich heute Abend arbeiten muss, komme ich wohl zu nicht allzu viel. Aber ein wenig stricken muss noch drin sein ;)

      Euch allen ein angenehmes Wochenende.

      Neu

      also @Sylli

      das habe ich auch schon ähnlich erlebt, aber noch nie von einem 1. Klasse Patient gehört, da ist es normalerweise anders. meine tochter ist ja krankenschwester und leider gibt es viele stationen, wo das genauso ist, was an dem frust der krankenschwestern liegt ... aber das kann man ja nicht auf dem rücken der patienten austragen. es ändert sich nur was, wenn man sich tatsächlich beschwert ... denn die schwestern und pfleger können oft nix dafür, weil ihre beschwerden ungehört verhallen ..... wir alle müssen der obrigkeit klarmachen, dass wir versicherte ihre existenzgrundlagen sind ....

      ich finde es schon hart, dass schwestern und pfleger nicht für mehr Geld streiken, wie das normalerweise bei streiks ist, sondern für mehr personal .... ich finde, das sagt alles.

      deiner mama wünsche ich gute besserung und zuhause erholt sie sich bestimmt mit deiner hilfe schnell.

      Neu

      @silly: Ähnliches haben wir mit meinem Vater erlebt. Er lag zwar nicht erster Klasse, aber ich finde, alle Patienten sollten halbwegs gut behandelt werden. Er wurde nach einem kleinen Sturz eingeliefert und dann dort in ein Bett gesteckt und total vernachlässigt - wenn es möglich gewesen wäre hätten wir ihn mit nach Hause genommen, durch die "Behandlung" dort war er aber bettlägrig geworden und daher völlig ausgeliefert. Darf gar nicht mehr daran denken. Das ist jetzt ein Jahr her, es geht ihm nun wieder halbwegs gut, aber ein weiterer Spitalsaufenthalt wäre eine Katastrophe.

      Wünsche deiner Mutter alles Gute, dass sie bald wieder in ihre vertraute Umgebung kommt. Sie hat ja zumindest Glück mit ihrer liebevollen Familie :tagebuch4:

      Neu

      @'silly
      Das hört sich ja furchtbar an. Kann das nicht nachvollziehen, da ich das von meinem kürzlichen kh-Aufenthalt nicht kenne. Schwestern und Pfleger waren sehr nett, auch wenn ich öfters klingeln musste wegen der Infusionen. Auch mein Essen wurde wieder warmgemacht , wenn ich unterwegs war zu Untersuchungen. Die Stationsärztin war mindestens einmal am Tag da . Selbst der Oberarzt, der mich nach der komplizierten Darmspiegelung höchstpersönlich aufs Zimmer gefahren hat, hatte immer ein offenes Ohr.
      Ich kann mich nicht beklagen, war nur Kassenpatient.

      Wünsche deiner Mama und euch alles gute

      Neu

      ja diese Krankenhäuser bei meiner schwiegermutter war es so ich hatte mich bemüht die windel wegzubringen nach den krankenhaus.auch gut gegangen.beim nächsten krankenhausaufenthalt das erst eine windel hat ja keiner zeit mit einer 86 jährigen aufs wc zu gehen.ja dann erklären Sie dir noch was du wann zu tun hast wenn sie nach hause kommt.wie sie lelegt und gedreht werden muss das sie keine offene stellen bekommt.die offen wunden bekam sie um krankenhaus weil die nicht die zeit haben sie unzubetten.ich war auch oft sauer übers krankenhaus. kopf hoch und alles gute

      Neu

      Hallo,

      ich habe auch ausgeschlafen und draußen ist es grau in grau. Habe erst mal pinke Wolle gewickelt um ein Leuchten zu bekommen. Ich werde heute Nickis Socken fertig bekommen und dann beginne ich mit Socken aus Birgit Freyers neuen Mappe.

      @Sylli Mach das öffentlich. So wie du es uns geschrieben hast. Du kannst die Klinik auch bewerten. Und wenn Mr. Sylli an die Klinikführung geht, bringt das nichts. Meine Oma sagte immer der Fisch stinkt von Oben. Und so ist es auch hier. Ich nehme an die Schwestern sind von den Bedingungen frustriert, die Klinikleitung will nur Geld erwirtschaften, denn Kliniken sind keine Gesundheitsunternehmen mehr, sondern Wírtschaftsunternehmen. Das will aber keiner laut sagen. Da muss die Politik was tun aber genau das passiert erst, wenn die Öffentlichkeit laut wird und dazu müssen solche Vorkommnisse öffentlich werden.

      Meine Großmutter wäre schon zehn Jahre früher im Krankenhaus gestorben, wenn meine Mutter und meine Tante sie nicht dort gepflegt hätten. Sie war dem Tot nah, hatte eine Sepsis und wäre verdurstet mit dem Glas Wasser auf dem Nachttisch. Keiner hat ihr das Wasser an den Mund gehalten. Als ich die Sepsis hatte, bekam ich Infusionen mit Flüssigkeit, weil meine Nieren versagt haben. Sonst wäre es mir ähnlich gegangen, wenn man nicht geklingelt hat, kam auch keiner, außer zu Blutabnahme, Fieber messen und Essen bringen und abräumen. Zum Glück ist mein Körper sehr am Leben interessiert, sodass meine Nieren nach 5 Tagen wieder gearbeitet haben, zwar etwas zu viel aber sie wollten wieder.

      So, nun ran an die schöne bunte Wolle, es reicht das draußen Shades of Grey herrschen.

      Neu

      beate (reena) schrieb:

      schreib doch mal einen Leserbrief bei eurer örtlichen Zeitung
      Das mach ich nicht, liebe Beate, weil ich mich heute weiter so geärgert habe, dass ich nur schau, dass wir alle bald zur Ruhe kommen.

      Anne Rother schrieb:

      deiner mama wünsche ich gute besserung und zuhause erholt sie sich bestimmt mit deiner hilfe schnell.
      Vielen Dank, wir haben sie heute heimgeholt, aber das ging nur, weil ich auf der Station angerufen und Druck gemacht habe.

      chrische schrieb:

      Die Stationsärztin war mindestens einmal am Tag da .
      Meine Mutter hat an 5 Aufenthaltstagen genau einmal einen Arzt gesehen, nämlich heute bei der Entlassung.

      Fiene71 schrieb:

      Meine Oma sagte immer der Fisch stinkt von Oben. Und so ist es auch hier. Ich nehme an die Schwestern sind von den Bedingungen frustriert, die Klinikleitung will nur Geld erwirtschaften, denn Kliniken sind keine Gesundheitsunternehmen mehr, sondern Wírtschaftsunternehmen.
      Genau so ist, wie Du schreibst.

      Gestern wurde meiner Mutter von einer Schwester gesagt, dass sie heute womöglich heimgehen dürfe, aber erst nach der Visite. Es geht ihr soweit ja gut, der Eingriff ist gelungen, sie bekommt weiters keine Medikamente oder irgendeine Behandlung, liegt und sitzt also nur herum. Das kann sie zu Hause ebenso gut und noch viel besser.
      Mein Mann und ich standen heute jedenfalls seit 8 Uhr morgens abfahrbereit und haben nur noch auf Mutters Anruf gewartet. Bis 10 Uhr 30 kam keine Visite und auch sonst hatte sie weiter nichts gehört. In dem Moment ist mir endgültig der Kragen geplatzt, ich hab auf diese Station angerufen und verlangt, dass sofort und augenblicklich ein Arzt am Krankenbett meiner Mutter erscheint und sie entlässt. Die Schwester hat mir versichert, sie würde sich sofort bemühen einen Arzt "aufzutreiben", obwohl ihre Entlassung erst für Montag geplant sei. Es war also weit und breit keine Visite unterwegs und man hätte meine Mutter einfach übers Wochenende liegen gelassen, schließlich zahlt sie ja. Und das Bett muss ja belegt sein.
      15 Minuten später hat mich meine Mutter angerufen, dass eine Ärztin da gewesen sei, und ganz erstaunt war, weil sie überhaupt noch nie eine Visite gehabt hatte (an 5 Aufenthaltstagen kein einziges Mal). Sie hat allerdings sofort den Entlassungsbericht geschrieben und kurz vor 12 Uhr waren wir schon vor Ort, haben Mutter eingepackt und den Ort des Schreckens ganz schnell verlassen.

      Ich arbeite ja selber an diesem Klinikum, die Umbauphase auf der Chirurgie ist enorm, die Arbeitsbelastung sicher auch, aber so kann es nun mal nicht gehen.
      Man fühlt sich als Patient ja völlig vernachlässigt und zählt anscheinend nur noch als Wirtschaftsfaktor. Sicher wurde gut operiert, aber für den Kranken gehört halt auch ein bisschen mehr dazu, ein Hauch menschlicher Wärme, ab und zu ein freundliches Wort, irgendeine Kontaktaufnahme. Um jeden Handgriff musste meine Mutter bitten, z. B. ums Putzen der Zahnprothese, als sie noch nicht aufstehen durfte. Dann hat sie eh alles selber gemacht, aber das gehört doch zu einem Pflegeberuf dazu. Diese Arbeiten müssten für das Personal doch selbstverständlich sein.
      Hier liegt wirklich ganz ganz viel im Argen, und wir sind uns einig, dass wir Mutter nur noch bei akuter Lebensbedrohung ins Spital bringen. Allerdings ist es bei uns hier auf dem Land viel besser, solche schlimmen Erfahrungen haben wir noch nie gemacht.

      Mittlerweile habe ich schon von mehreren Seiten gehört, dass es insgesamt auf vielen Stationen nicht zum Besten steht.
      Für mich habe ich allerdings auch viel gelernt; ich werde alle unsere Patienten mit noch mehr Respekt und Umsicht behandeln als bisher. So schlecht betreut wie meine Mutter soll sich in meinem Aufgabenbereich niemand fühlen, das könnte ich mit meinem Berufsethos auch gar nicht vereinen.

      Ich werde keine weiteren Schritte unternehmen, weil ich glaube, das für diese Station ohnehin Hopfen und Malz verloren ist. Menschlichkeit kann man nicht lernen, wer gleichgültig ist, wird es weiterhin bleiben.
      Positiv sehe ich nur, dass vom Operieren her alles gut gegangen ist. Die Tage danach wollen wir ganz schnell vergessen und wieder in unseren Alltag finden.

      Ich danke Euch allen für Eure aufmunternden Worte und die Erfahrungen, die ihr gemacht habt. Da fühlt man sich nicht ganz allein.

      Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch allen, sich alles von der Seele schreiben zu können, war eine wahre Wohltat. :tagebuch4:

      Neu

      @Sylli
      Au weia, da habt ihr aber ein richtig böses Krankenhaus! Hoffentlich darf deine Mutter bald heim!
      Es gibt einen Patienten- und Pflegeombudsmann, da kann man sich hinwenden, wenn solche Missstände herrschen. Ich würde das auf jeden Fall dort melden, das geht gar nicht ;( .
      Leider kommt das wirklich oft vor, es ist eine Schande X( .



      Hier war es grau in grau, den ganzen Tag über. Kaum muss ich mit Hund raus, schneit es. Solange ich aber dem Streuwagen zuvorkomme, ist es mir egal, fahren musste ich heute eh nicht ^^.

      Hab heute einen richtig, richtig faulen, entspannten Tag genossen. Gekocht hat heute meine Tochter, musste ich auch nicht, hab mir die Zeit mit DIY-Lymphdrainage, kuscheln mit Hund und Katz, Filme vom Stick (Fernsehprogramm ist ja am Wochenende NOCHMAL unbrauchbarer als unter der Woche :thumbdown: ) und ein paar Sendungen im Fernsehen (die noch irgendwie zum Anschauen waren) vertrieben und ansonsten mal fünf grade gelassen. Ohne grübeln, ohne nachdenken.
      Wäsche waschen wurde auf morgen verschoben ^^.


      Was ich heut sonst noch mache, weiß ich nicht. Vielleicht noch ein bisschen lesen, vielleicht kann ich auch noch ein bisschen häkeln, mal sehen.

      Wünsche euch noch einen schönen Abend und einen schönen Sonntag, mit möglichst wenig Schmerzen. Den Kranken gute Besserung ^^.

      Neu

      Sylli schrieb:

      beate (reena) schrieb:

      schreib doch mal einen Leserbrief bei eurer örtlichen Zeitung
      Das mach ich nicht, liebe Beate, weil ich mich heute weiter so geärgert habe, dass ich nur schau, dass wir alle bald zur Ruhe kommen.

      Anne Rother schrieb:

      deiner mama wünsche ich gute besserung und zuhause erholt sie sich bestimmt mit deiner hilfe schnell.
      Vielen Dank, wir haben sie heute heimgeholt, aber das ging nur, weil ich auf der Station angerufen und Druck gemacht habe.

      chrische schrieb:

      Die Stationsärztin war mindestens einmal am Tag da .
      Meine Mutter hat an 5 Aufenthaltstagen genau einmal einen Arzt gesehen, nämlich heute bei der Entlassung.

      Fiene71 schrieb:

      Meine Oma sagte immer der Fisch stinkt von Oben. Und so ist es auch hier. Ich nehme an die Schwestern sind von den Bedingungen frustriert, die Klinikleitung will nur Geld erwirtschaften, denn Kliniken sind keine Gesundheitsunternehmen mehr, sondern Wírtschaftsunternehmen.
      Genau so ist, wie Du schreibst.
      Gestern wurde meiner Mutter von einer Schwester gesagt, dass sie heute womöglich heimgehen dürfe, aber erst nach der Visite. Es geht ihr soweit ja gut, der Eingriff ist gelungen, sie bekommt weiters keine Medikamente oder irgendeine Behandlung, liegt und sitzt also nur herum. Das kann sie zu Hause ebenso gut und noch viel besser.
      Mein Mann und ich standen heute jedenfalls seit 8 Uhr morgens abfahrbereit und haben nur noch auf Mutters Anruf gewartet. Bis 10 Uhr 30 kam keine Visite und auch sonst hatte sie weiter nichts gehört. In dem Moment ist mir endgültig der Kragen geplatzt, ich hab auf diese Station angerufen und verlangt, dass sofort und augenblicklich ein Arzt am Krankenbett meiner Mutter erscheint und sie entlässt. Die Schwester hat mir versichert, sie würde sich sofort bemühen einen Arzt "aufzutreiben", obwohl ihre Entlassung erst für Montag geplant sei. Es war also weit und breit keine Visite unterwegs und man hätte meine Mutter einfach übers Wochenende liegen gelassen, schließlich zahlt sie ja. Und das Bett muss ja belegt sein.
      15 Minuten später hat mich meine Mutter angerufen, dass eine Ärztin da gewesen sei, und ganz erstaunt war, weil sie überhaupt noch nie eine Visite gehabt hatte (an 5 Aufenthaltstagen kein einziges Mal). Sie hat allerdings sofort den Entlassungsbericht geschrieben und kurz vor 12 Uhr waren wir schon vor Ort, haben Mutter eingepackt und den Ort des Schreckens ganz schnell verlassen.

      Ich arbeite ja selber an diesem Klinikum, die Umbauphase auf der Chirurgie ist enorm, die Arbeitsbelastung sicher auch, aber so kann es nun mal nicht gehen.
      Man fühlt sich als Patient ja völlig vernachlässigt und zählt anscheinend nur noch als Wirtschaftsfaktor. Sicher wurde gut operiert, aber für den Kranken gehört halt auch ein bisschen mehr dazu, ein Hauch menschlicher Wärme, ab und zu ein freundliches Wort, irgendeine Kontaktaufnahme. Um jeden Handgriff musste meine Mutter bitten, z. B. ums Putzen der Zahnprothese, als sie noch nicht aufstehen durfte. Dann hat sie eh alles selber gemacht, aber das gehört doch zu einem Pflegeberuf dazu. Diese Arbeiten müssten für das Personal doch selbstverständlich sein.
      Hier liegt wirklich ganz ganz viel im Argen, und wir sind uns einig, dass wir Mutter nur noch bei akuter Lebensbedrohung ins Spital bringen. Allerdings ist es bei uns hier auf dem Land viel besser, solche schlimmen Erfahrungen haben wir noch nie gemacht.

      Mittlerweile habe ich schon von mehreren Seiten gehört, dass es insgesamt auf vielen Stationen nicht zum Besten steht.
      Für mich habe ich allerdings auch viel gelernt; ich werde alle unsere Patienten mit noch mehr Respekt und Umsicht behandeln als bisher. So schlecht betreut wie meine Mutter soll sich in meinem Aufgabenbereich niemand fühlen, das könnte ich mit meinem Berufsethos auch gar nicht vereinen.

      Ich werde keine weiteren Schritte unternehmen, weil ich glaube, das für diese Station ohnehin Hopfen und Malz verloren ist. Menschlichkeit kann man nicht lernen, wer gleichgültig ist, wird es weiterhin bleiben.
      Positiv sehe ich nur, dass vom Operieren her alles gut gegangen ist. Die Tage danach wollen wir ganz schnell vergessen und wieder in unseren Alltag finden.

      Ich danke Euch allen für Eure aufmunternden Worte und die Erfahrungen, die ihr gemacht habt. Da fühlt man sich nicht ganz allein.

      Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch allen, sich alles von der Seele schreiben zu können, war eine wahre Wohltat. :tagebuch4
      Ob sich da was ändert oder nicht, ich würde es trotzdem melden. Irgendwann geht es ihnen so auf die Nerven, dass doch reagiert wird.
      Mein Onkel hatte leider auch nicht so viel Glück mit seinem KH.

      Wenn man sowas liest, wie eure Geschichten jetzt, bin ich gleich nochmal so dankbar für meine Krankenhaus-Entscheidung: Die Gynäkologie, wo ich meine Behandlungen hatte, ist da absolut vorbildlich. Die anderen Abteilungen kenne ich so ja nicht, da kann ich nichts dazu sagen.
      Ich hatte jedenfalls nur freundliche Schwestern (inklusive Schwester Norbert :quer: ).
      Visite war auch schon mal zweimal am Tag, wenn es nötig war (z. B. die ersten Tage nach meiner OP). Und wenn man klingelt, gibt es garantiert kein böses Wort und es wird auch sofort darauf reagiert, und zwar freundlich und hilfsbereit.
      Als ich kurz nach der OP schon alleine ins Bad ging, wurde mir sogar mehrmals angeboten, dass sie mir helfen würden beim Waschen. Danke, wenn geht, mach ich das alleine ^^. Oder Tee holen: "Warum machen Sie das? Klingeln Sie doch, wir bringen den Tee ins Zimmer!!"
      "Leute, Bewegung schadet nicht, und so lange ich selber gehen kann, hol ich mir den Tee auch selber. Ihr habt sicher genug Patienten, die das nicht können, oder?"
      Es gibt nur eine Ärztin, mir der ich nicht gut kann. Muss ich ja auch nicht mit Jedem.

    Handarbeitsfrau.de die besten Themen